Biografie
Otto von Bismarck wurde am 1. April 1815 im preußischen Schönhausen geboren. Er spielte eine entscheidende Rolle bei der Einigung Deutschlands und dem Aufstieg zu einem starken Kaiserreich und ging als erster Kanzler in die Geschichte ein.
Seine Ausbildung begann in Berlin, bevor er an der Universität Göttingen Jura studierte. 1847 wurde Bismarck in das preußische Parlament gewählt, wo er als straffer Unterstützer der monarchistischen Rechten bekannt wurde. 1862 übernahm er das Amt des preußischen Ministerpräsidenten und erklärte in seiner ersten Rede im Parlament, dass große Probleme mit „Blut und Eisen“ gelöst werden müssten.
Bismarck nutzte die militärische Stärke Preußens, um schwache deutsche Staaten zu überzeugen, sich einer neuen Föderation anzuschließen. Mit dem Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges im Jahr 1870 gelang es ihm auch, die anderen deutschen Staaten an der Seite Preußens zu vereinen. 1871 wurde Kaiser Wilhelm I.
zum deutschen Kaiser gekrönt und Bismarck als erster Kanzler der Föderation ernannt. Er setzte sich für die Sicherung des Friedens in Europa ein und führte 1889 eines der ersten Sozialversicherungssysteme der Welt ein. Am 20.
März 1890 trat Bismarck von seinem Amt zurück und verstarb am 30. Juli 1898 im Alter von 83 Jahren in Friedrichsruh, Deutschland. Bismarck heiratete 1847 die preußische Adelige Johanna von Puttkamer, die 1894 starb.
Während der Amtszeit von Kaiser Wilhelm II. verringerte sich Bismarcks politische Macht, und in dieser Zeit wurde eine aggressive Außenpolitik verfolgt.