Biografie
Otto Warburg wurde am 8. Oktober 1883 in Freiburg, Baden, Deutschland, geboren und verstarb am 1. August 1970 in Berlin im Alter von 87 Jahren.
Als einer der führenden Biochemiker des 20. Jahrhunderts gilt Warburg, dessen Vater der Physiker Emil Gabriel Warburg war. Er erwarb 1906 an der Universität Berlin den Doktortitel in Chemie und schloss 1911 seine medizinische Promotion an der Universität Heidelberg ab.
Für seine Arbeiten zur Zellatmung erhielt Warburg 1931 den Nobelpreis für Physiologie und Medizin. Seine Entdeckung, dass Sauerstoffmangel und Zellfermentation Teil des Krebsprozesses sind, führte zur Verleihung dieses Preises. Warburg konzentrierte seine Forschungen auf die Zellatmung, die Photosynthese und Krebs.
Im Jahr 1923 misst er den Sauerstoffverbrauch von Zellen in lebenden Geweben. Seine Untersuchungen zur Photosynthese führten zur Bestimmung der benötigten Quantenmenge für die Umwandlung von Lichtenergie in chemische Energie. Durch seine Krebsforschung leistete er bedeutende Beiträge zur Physiologie und Medizin.
Während des Ersten Weltkriegs diente er als Elite-Offizier der deutschen Lanzentruppe und wurde für seinen Mut mit dem Eisernen Kreuz (1. Klasse) ausgezeichnet. Warburg zeigte in seinen wissenschaftlichen Arbeiten, dass das Leben ohne Sauerstoff die grundlegende Ursache für Krebs ist.