Biografie
Paul Delvaux wurde am 23. September 1897 in der Stadt Lüttich in Belgien geboren und verstarb am 20. Juli 1994 in der belgischen Stadt Veurne.
Der 97-jährige Delvaux gilt als ein angesehener surrealistischer Maler aus Belgien. Seine künstlerische Laufbahn begann er an der Akademie der Schönen Künste in Brüssel, wo er eine Ausbildung in klassischer Malerei und Architektur erhielt. In dieser Zeit nutzte er Techniken des Neo-Impressionismus, die an vielen Akademien in Europa verbreitet waren.
In den 1920er Jahren wandte er sich dem Expressionismus zu und stellte 1924 zusammen mit den Malern der Gruppe Sillon seine erste Ausstellung aus. Diese Gruppe war bekannt für Maler, die in ihren Werken keine menschlichen Figuren verwendeten. In den 1930er Jahren begann er, sich von surrealistischen Künstlern wie Salvador Dalí, Giorgio de Chirico und René Magritte beeinflussen zu lassen.
Ab 1938 nahm er an bedeutenden internationalen surrealistischen Ausstellungen in Italien teil und eröffnete 1944 seine Retrospektive im Palais des Beaux-Arts in Brüssel. Kurz darauf wurde er Professor an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Belgien. Der Künstler, der nicht davor zurückschreckte, große Leinwände zu schaffen, malte auch Wandbilder in Ostende, Brüssel und Lüttich.
Ein bedeutendes Werk von ihm ist die Leinwand „Akropolis“ mit den Maßen 1,50 x 2,50 m. Delvaux stellte an vielen Orten in Europa sowie in Nord- und Südamerika und Afrika aus und erhielt in Italien und Belgien wichtige Auszeichnungen. Zu seinen bedeutendsten Werken zählen „Schlafende Venus“, „Dantelliges Weib“, „Süße Nacht“, „Frau im Spiegel“, „Dantel geformte Trauerfeier“, „Schlafende Stadt“, „Wassernymphen“, „Nokturn“, „Pygmalion“, „Mann auf der Straße“, „Dunkel der Sirenen“, „Rote Stadt“, „Wandernde Frau und Gelehrter“, „Kreuzigungen“, „Heiligabend“, „Weltende“, „Schatten“, „Junge Frauen in einer klassischen Landschaft“, „Vigil“, „Waldnixen“ und „Dämmerung in der Stadt“.