Biografie
Die Pekinel-Schwestern sind das türkische Klavierduo bestehend aus Güher Pekinel und Süher Pekinel. Beide wurden am 29. März 1953 in Istanbul geboren.
Die Zwillingsschwestern erhielten ihre erste musikalische Ausbildung von ihrer Mutter, die professionelle Pianistin war, und wurden bereits in jungen Jahren Schülerinnen von Ferdi Ştatzer. Im Alter von sechs Jahren traten sie zum ersten Mal auf, als sie ein Konzert im Beisein des damaligen Präsidenten Celal Bayar gaben. Ihre Musikstudien setzten sie 1963 mit einem staatlichen Stipendium in Frankreich fort, wo sie zwei Jahre lang am Pariser Konservatorium unter Yvonne Loriod lernten, bevor sie nach Deutschland wechselten, um am Hochkonservatorium Frankfurt bei August Leopold zu studieren.
Anschließend reisten sie in die USA, um am Curtis Institute of Music in Philadelphia mit Rudolf Serkin zu arbeiten. Im Jahr 1978 schlossen sie erfolgreich ihre Masterabschlüsse an der Juilliard School und dem Hochkonservatorium Frankfurt ab. Als die Zwillingsschwestern 18 Jahre alt wurden, legten sie eine zweijährige Pause von ihrer Musikkarriere ein: Süher Pekinel studierte Philosophie, während Güher Pekinel Psychologie studierte.
Nach ihrer Rückkehr zur Musik gewannen sie zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben. 1984 wurden sie von Herbert von Karajan entdeckt und zum Salzburg Festival eingeladen. Die Pekinel-Schwestern haben weltweit mit berühmten Orchestern Konzerte gegeben und ausgedehnte Recital-Tourneen durchgeführt.
1991 erhielten sie den Titel „Staatskünstler“ und wurden von der Boğaziçi-Universität mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. 2013 gewannen sie den Ehrenpreis des Istanbul Kultur- und Kunstfonds. Neben der klassischen Musik führen die beiden Schwestern auch Werke aus dem Bereich der modernen Musik auf.
Durch soziale Verantwortungsträgerprojekte leisten sie einen Beitrag zur Musikbildung in der Türkei.