Biografie
Peride Celal wurde am 10. Juni 1916 in Istanbul geboren und verstarb am 15. Juni 2013 im Alter von 97 Jahren.
Ihr Roman "Kurtlar", der in einer Zeit entstand, als der Postmodernismus in der türkischen Literatur aufkam, wird von verschiedenen Kritikern als ihr Meisterwerk angesehen. Großteils ihrer Kindheit verbrachte Peride Celal in den anatolischen Städten, wo ihr Stiefvater als Staatsanwalt tätig war. Nach dem Abschluss der Grundschule in der Haydarpaşa Grundschule besuchte sie zwei Jahre lang das Saint Pulchérie Französische Mädchenlyzeum in Beyoğlu als Internat.
Aufgrund der beruflichen Verpflichtungen ihres Stiefvaters musste sie jedoch ihre Ausbildung abbrechen. Ihre literarische Karriere begann sie 1936 mit der Erzählung "Bir Gönül Hikâyesi" in der Zeitschrift "Yeni Hayat" und veröffentlichte 1938 ihren Roman "Ölen ve Dirilen Adam". In den 1940er Jahren spielte sie eine wichtige Rolle bei der Steigerung der Auflagen diverser Tageszeitungen, stellte jedoch fest, dass sie mit den von ihr verfassten Romanen nicht identifiziert wurde.
1944 verließ sie Istanbul, zog nach Schweiz und schrieb dort die "Schweizer Briefe" für die Cumhuriyet Zeitung. Nach ihrer Rückkehr nach Türkei im Jahr 1947 heiratete sie den Anwalt Atıf Yönsel und bekam aus dieser Ehe eine Tochter namens Zeynep Ergun. Mit ihrem Roman "Üç Kadının Romanı" im Jahr 1954 begann sie eine neue Phase in ihrer schriftstellerischen Laufbahn.
Nach 1977 legte Peride Celal eine Schaffenspause in der Romankunst ein und wandte sich der Kurzgeschichte zu. 1996 wurde sie von TÜYAP zur "Honorary Author" (Ehrenschriftstellerin) gewählt, und es wurden zahlreiche Werke über sie veröffentlicht. Ihr Begräbnis fand 2013 in einem einfachen Trauerritual im Familienkreis auf dem Friedhof Zincirlikuyu statt.