Biografie
Geburtsdatum: 08. September 1925 Sterbedatum: 24. Juli 1980 Peter Sellers starb im Alter von 55 Jahren.
Beruf: Komiker, Schauspieler Geburtsort: Southsea, Portsmouth, England Sterbeort: London, England Der berühmte Schauspieler Peter Sellers, der England der Welt geschenkt hat, hinterließ mehr als 60 Filme. Mit einer interessanten Kindheit und einer unterhaltsamen Lebensgeschichte wurde er zu einem der bedeutendsten Akteure der Komödie. In seiner Jugend interessierte er sich einige Zeit für Musik und spielte Schlagzeug, Gitarre und Banjo in einer Jazzband, die er mit Freunden gründete.
Bis zu seiner Teilnahme an der "Steve Allen Show" im Jahr 1964 war niemand über dieses Talent informiert. Kurz nach seinem 18. Geburtstag trat der Zweite Weltkrieg ein, und er diente als Pilot bei der Royal Air Force.
Dort gewann er die Sympathie seiner Kameraden mit kleinen Aufführungen. Während seiner Auftritte hatte er die Gelegenheit, die berühmten Komiker Spike Milligan, Harry Secombe und Michael Bentine kennenzulernen. Überzeugt davon, dass er in diesem Beruf erfolgreich sein würde, rief er den Produzenten Roy Speer vom BBC-Radio an.
Sellers begann, die Radiosendung "The Goon Show" zu produzieren, die Speer beeindruckte. Mit Milligan, Secombe und Bentine wurde "The Goon Show" bis 1949 zu einem der beliebtesten Programme und verband absurde und surrealistische Charaktere mit einer neuartigen Form von Humor. Sein Erfolg in dieser Show deutete bereits darauf hin, dass er in den kommenden Jahren eine gute Karriere als Komiker machen würde.
Nach diesem Erfolg trat er zusammen mit seinen Freunden Milligan und Secombe in zahlreichen Kurzsketchen auf und betrieb damit den Einstieg in die Fernsehwelt. Nachdem seine schauspielerischen Fähigkeiten entdeckt wurden, erhielt Sellers Filmangebote. 1951 heiratete er Anne Howe.
Seine erste Rolle hatte er 1955 in der Komödie "The Ladykillers" mit Alec Guinness. International bekannt wurde er jedoch erst 1958 mit dem großbudgetierten Musical "Tom Thumb" von George Pal. 1959 gewann er seinen ersten Preis auf dem britischen Filmfestival als "Bester Hauptdarsteller" für die Satire "I'm All Right, Jack".
Im selben Jahr Bekanntheit erlangte er durch den Film "The Mouse That Roared", in dem er drei verschiedene Rollen, darunter eine weibliche, spielte, was sein schauspielerisches Talent unter Beweis stellte. Mit dem Ende von "The Goon Show" im Jahr 1960 konzentrierte sich seine Karriere vollständig auf die Schauspielerei. In demselben Jahr trat er auch in dem Film "The Millionairess" an der Seite von Sophia Loren auf, in dem das Duett "Goodness Gracious Me" in den britischen Musikcharts auf Platz 4 stieg.
1962 wurde er von dem berühmten Regisseur Stanley Kubrick für die Adaption von Vladimir Nabokovs Roman "Lolita" entdeckt. Sofort danach arbeitete er erneut mit Kubrick an "Dr. Strangelove: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb" im Jahr 1964.
In diesem Film spielte er die Rollen des amerikanischen Präsidenten Merkin Muffley, Dr. Strangelove und Captain Lionel Mandrake, wofür er 1965 seine erste Oscar-Nominierung erhielt. Im selben Jahr war er im ersten Film von Woody Allen, "What's New, Pussycat?", zu sehen.
1963 begann Sellers mit der "Pink Panther"-Reihe. Seine Darstellung von Inspektor Clouseau im ersten Film "The Pink Panther" war ein großer Erfolg. 1964 war er im zweiten Teil "A Shot in the Dark" zu sehen.
Im selben Jahr heiratete er die schwedische Schauspielerin Britt Ekland. 1968 spielte er in der von Blake Edwards inszenierten Komödie "Party", die unabhängig von der „Pink Panther“-Reihe war, einen Inder. Mit diesem rein charakterbasierten Film gab er der Komödienwelt eine neue Perspektive und machte den Film zu einem Kultklassiker.
1970 heiratete er das australische Model Miranda Quarry. Nach einer langen Pause trat er 1975 und 1976 in den Fortsetzungen "Return of the Pink Panther" und "The Pink Panther Strikes Again" auf. 1978 spielte er in dem letzten Teil der Reihe, "Revenge of the Pink Panther".
Im darauffolgenden Jahr verkörperte er die interessante Figur "Chance" in dem Drama mit komödiantischen Elementen "Being There", das von dem berühmten polnischen Schriftsteller Jerzy Kosinski geschrieben wurde. Dieses Werk bewies, dass Sellers nicht nur ein Komiker war. Für seine schauspielerische Leistung in diesem Film wurde er für einen Oscar nominiert und erhielt zahlreiche bedeutende Auszeichnungen.
1977 heiratete er die britische Schauspielerin Lynne Frederick, seine vierte und letzte Ehefrau. Doch seine gesundheitliche Verfassung verschlechterte sich zusehends. Nach seinem ersten Herzinfarkt im Alter von 39 Jahren litten seine Herzprobleme zunehmend.
1980 starb er kurz nach den Dreharbeiten zur Komödie "The Fiendish Plot of Dr. Flu Manchu" am 24. Juli 1980 an einem Herzinfarkt.
Auch nach seinem Tod blieb das Interesse an seinem Leben lebendig, und 2004 wurde der Film "The Life and Death of Peter Sellers" veröffentlicht, in dem Geoffrey Rush die Hauptrolle spielt und interessante Details über Peter Sellers' Leben präsentiert.