Biografie
Peter Weiss wurde am 8. November 1916 in Nowawes, nahe Potsdam, Deutschland, geboren. Als Sohn eines jüdischen Vaters und einer Schweizer Mutter wuchs er bis zu seinem 18.
Lebensjahr in Deutschland in Bremen, Berlin und Böhmen auf. Aufgrund des Holocaust, der unter dem nationalsozialistischen Regime verübt wurde, emigrierte er 1934 nach London. Kurze Zeit später zog er nach Prag, wo er zwei Jahre an der Akademie der bildenden Künste studierte.
Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs floh er in die Schweiz und ließ sich anschließend 1940 in Stockholm nieder. 1946 veröffentlichte er sein erstes Gedichtbuch „Von Insel zu Insel“, das er auf Schwedisch verfasst hatte. Im Jahr 1948 schrieb er sein Stück „Der Turm“ und 1951 erschien sein Roman „Der Schatten des Wagens“.
In den 1950er Jahren drehte er experimentelle und dokumentarische Filme, die surrealistische und psychoanalytische Themen behandelten. 1960-1961 schrieb er die Bücher „Vorfahren“ und „Fluchtpunkt“, wobei letzteres 1963 den „Charles Veillon Preis“ gewann. Mit seinem dokumentarischen Stück „Auschwitz“ aus dem Jahr 1965 thematisierte Weiss die Verbrechen im Konzentrationslager Auschwitz.
In den 1970er Jahren begann er, wieder Romane zu schreiben, und reflektierte in seiner Trilogie „Ästhetik des Widerstands“ den antifaschistischen Widerstand in Europa. Peter Weiss verstarb am 10. Mai 1982 in Stockholm an einem Herzinfarkt.
Zu seinen Werken gehören sowohl Romane als auch Theaterstücke. 1982 erhielt er den Bremer Literaturpreis.