Biografie
Pierre Laval wurde am 28. Juni 1883 in der Stadt Châteldon, Frankreich, geboren. Schon in jungen Jahren begann er seine schulische Laufbahn und zog mit 15 Jahren nach Paris, um seine Schulausbildung fortzusetzen.
Nach dem Abitur richtete er seinen Fokus auf ein Studium der Zoologie in Lyon. Im Jahr 1903 trat Laval den sozialistischen Bewegungen bei und begann seine politische Karriere. 1914 wurde er als sozialistischer Abgeordneter aus dem Pariser Vorort Auberviliers gewählt, wo Arbeiter lebten.
Nach seiner Zeit als sozialistischer Abgeordneter von 1914 bis 1919 trat er 1920 aus der sozialistischen Partei aus. Bis 1927 war er als unabhängiger sozialistischer Abgeordneter tätig und übte von 1927 bis 1940 das Amt des Senators aus. Von 1925 bis 1926 war er Minister für Bauwesen und 1930 Minister für Arbeit.
In den Jahren 1931 bis 1932 amtierte er als Premierminister und war von 1934 bis 1936 auch Außenminister. In dieser Zeit verfolgte er eine Politik der Annäherung an Italien und Deutschland. 1935 unterzeichnete er den Vertrag von Rom mit Benito Mussolini und setzte sich für den Vertrag von Stresa ein, der sich gegen Hitler richtete.
1936 wurde er nach dem Wahlsieg des Volksfronts aus dem Amt gedrängt und wandte sich der extremen Rechten zu. 1940 übernahm er erneut das Amt des Vizepremiers sowie Außenministers. Am 18.
April 1942 wurde er wieder Premierminister und verstärkte die Zusammenarbeit mit den Deutschen. Bis 1944 blieb er in dieser Position. Als die Alliierten näher rückten, floh er mit den Ministern der Vichy-Regierung nach Belfort und später nach Sigmaringen.
Am 1. August 1945 wurde er von den Amerikanern gefangen und den französischen Behörden übergeben. Am 9.
Oktober 1945 wurde er wegen Zusammenarbeit mit den Nazis und Hochverrats zum Tode verurteilt und am 15. Oktober 1945 im französischen Fresnes im Alter von 62 Jahren durch ein Erschießungskommando hingerichtet. Seine letzten Worte lauteten: „Was ich getan habe, habe ich für Frankreich getan.
Es lebe Frankreich!“