Pierre Marty

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Biografie

Pierre Marty wurde am 11. März 1918 in Frankreich geboren und verstarb am 14. Juni 1993 in Paris.

Der 75-Jährige gilt als einer der Begründer der zeitgenössischen psychoanalytischen Psychosomatik. Er war Gründungsmitglied des Pariser Instituts für Psychosomatik und hat Medizin studiert, wobei er eine Facharztausbildung in Psychiatrie absolvierte. Seine Abschlussarbeit mit dem Titel „Vomitus (Psychoanalytische Skizze)“ erregte Aufsehen.

1947 begann er mit Unterstützung des berühmten französischen Psychiaters J. de Ajuriaguerra eine Ausbildung in Psychoanalyse, wobei sein Analytiker Marc Schlumberger war. 1948 legte er seine Doktorarbeit vor.

Zunächst arbeitete er als Psychiater-Psychoanalytiker in der Neurochirurgie und danach in der allgemeinen Chirurgie. 1954 war er als Ausbilder und Generalsekretär an der Pariser Gesellschaft für Psychoanalyse tätig und knüpfte in dieser Zeit enge Freundschaften mit Sacha Nacht, Francis Pasche und Maurice Bouvet. Im Jahr 1968 gründete er in Paris das „Zentrum für Psychosomatische Konsultation und Therapie“ und verlegte es 1978 in das 13.

Arrondissement von Paris. Dieses Zentrum wurde später als Pariser Psychosomatische Schule bekannt. Martys Werk „Bewegungen des individuellen Lebens und des Todes“ wird als einer der Grundsteine der zeitgenössischen psychoanalytischen Psychosomatik angesehen.

In seinem Privatleben interessierte er sich für Stierkampf, Malerei und Reisen. In seiner Kindheit war er von Stierkampfzeichnungen fasziniert und nahm an entsprechenden Kursen teil. Darüber hinaus beschäftigte er sich mit Malerei und Fotografie und unternahm zahlreiche Reisen ins Ausland.

Besonders bei seinen Reisen in afrikanische Länder untersuchte er die psychsomatischen Symptomatologien, die bei Individuen mit kulturellen Veränderungen auftraten.