Biografie
Prens Sabahattin wurde am 13. Februar 1879 in Istanbul geboren. Der berühmte Schriftsteller, Soziologe und Politiker, dessen eigentlicher Name Mehmed Sabahaddin ist, zählt zu den Aufklärern der osmanischen Meşrutiyet-Ära.
Auf der Seite seiner Mutter stammt er aus dem osmanischen Adel und wurde durch den Einfluss seines Vaters, Mahmut Celaleddin Pascha, mit einem hohen Bildungsanspruch erzogen. Dank Privatlehrern aus Europa erlernte er Französisch und erhielt Unterricht von zahlreichen Lehrern. Besonders während der Regentschaft Sultan Abdülhamit II.
intensivierte sich sein Lernen, als er aufgrund der politischen Aktivitäten seines Vaters in den Rückzug ging und Unterricht von Privatlehrern erhielt. Prens Sabahattin begegnete bereits in jungen Jahren den Ideen Europas und las dort bedeutende Werke. 1899 verließ er zusammen mit seinem Vater die Heimat und reiste nach Frankreich, wo er politische Aktivitäten mit den Jön Türken unternahm.
1902 präsidierte er beim Osmanischen Hürriyetperveran Kongress und gründete die Gesellschaft Teşebbüs-i Şahsi und Adem-i Merkeziyet, die eine liberale Philosophie vertrat. Nach der Verkündung der II. Meşrutiyet im Jahr 1908 kehrte er in die Heimat zurück und gründete die Ahrar-Partei in Istanbul.
Jedoch wurde er nach dem Vorfall am 31. März verhaftet und sah sich gezwungen, nach Paris zu fliehen. Nach seiner Rückkehr ins Land im Jahr 1919 konnte er nach der Proklamation der Republik aufgrund seiner Zugehörigkeit zur osmanischen Dynastie nie wieder nach Türkei zurückkehren.
Prens Sabahattin starb am 30. Juni 1948 in Neuchâtel, Schweiz. Nach seinem Tod wurden seine Überreste 1952 in die Türkei überführt und in Istanbul beigesetzt.
Prens Sabahattin war zweimal verheiratet und hatte aus diesen Ehen eine Tochter. Zu seinen bedeutenden Werken zählen Bücher wie „Offene Briefe an die Ittihad und Terakki“ und „Wie kann die Türkei gerettet werden?“
Todesumstände
İsviçre