Biografie
Pierre-Joseph Proudhon wurde am 15. Januar 1809 in Besançon, Frankreich, als Kind einer armen Familie geboren. Als französischer Ökonom und Denker ist Proudhon vor allem als die erste Person bekannt, die sich selbst als 'Anarchist' bezeichnete.
Sein bekanntester Satz lautet: 'Eigentum ist Diebstahl'. In seiner Kindheit arbeitete Proudhon als Hirte und konnte bis zum Alter von 18 Jahren zur Schule gehen. Sein Studium setzte er fort, indem er als Korrektor in einer Druckerei tätig war.
Später wurde er Eigentümer einer Druckerei, was ihm zahlreiche Lesegelegenheiten bot. Proudhon nimmt einen besonderen Platz unter den Theoretikern des Anarchismus ein; er widersetzte sich der alten Werte der Gesellschaft und vereinte revolutionäre und traditionelle Merkmale in seiner Lehre. 1844 lernte er Karl Marx kennen und veröffentlichte 1846 sein Werk 'Die Philosophie der Armut'.
Während der Revolution von 1848 wurde Proudhon in das Parlament gewählt, stellte jedoch fest, dass die revolutionären Gedanken nicht mit seinen eigenen Überzeugungen übereinstimmten. 1849 wurde er inhaftiert und verfasste im Gefängnis sein Werk 'Die Bekenntnisse eines Revolutionärs'. 1858 wurde er erneut wegen seines Werkes 'Gerechtigkeit in der Revolution und in der Kirche' zu einer Haftstrafe verurteilt.
Proudhon strebte an, das Privateigentum nicht abzuschaffen, sondern es harmlos zu machen, und kritisierte den Kapitalismus, den Kommunismus und den Sozialismus. Am 19. Januar 1865 verstarb er im Alter von 56 Jahren in Paris, Frankreich.