Biografie
Rainer Maria Rilke wurde am 4. Dezember 1875 während der Zeit des Österreichisch-Ungarischen Kaiserreichs in Prag geboren. Der Schriftsteller, dessen bürgerlicher Name René Maria Rilke lautete, begann seine literarische Karriere bereits in jungen Jahren und ist vor allem für seine Gedichte bekannt.
Rilkes Kindheit war aufgrund der ehrgeizigen und launischen Haltung seiner Mutter schwierig. Diese Umstände beeinträchtigten seine Fähigkeit zur zwischenmenschlichen Kommunikation und führten dazu, dass er in seinen Gedichten seine Kindheitserlebnisse einfühlsam widerspiegelte. Seine schulische Ausbildung begann er in Prag, bevor er an Militärschulen weiterführte.
Aufgrund einer Verschlechterung seiner psychischen Gesundheit konnte er jedoch seine Ausbildung nicht abschließen. 1895 studierte Rilke an der Karls-Universität Deutsche Literatur und Kunstgeschichte sowie Rechtswissenschaften, brach aber auch dieses Studium ab. Zwischen 1896 und 1899 setzte er seine Ausbildung in München und Berlin fort, wo er die berühmte Dichterin Lou Andreas-Salomé traf.
Diese Beziehung spielte eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung seiner künstlerischen Persönlichkeit. Dank seiner Verbindung zu Rodin ließ sich Rilke in Paris nieder, wo er als persönlicher Sekretär von Rodin arbeitete. Diese Beziehung zu Rodin, die einen großen Einfluss auf Rilkes Kunst hatte, stellte einen Wendepunkt in seinem Leben dar.
Im Jahr 1912 traf Rilke die Gräfin Marie von Thurn und Taxis, die ebenfalls eine bedeutende Figur in der Gestaltung seiner Kunst wurde. 1923 erkrankte Rilke an Leukämie und verstarb am 29. Dezember 1926 im Alter von 51 Jahren in Montreux, Schweiz.
Zu seinen bedeutendsten Werken zählen 'Die Duineser Elegien' und 'Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge'.