Biografie
Rasmus Paludan wurde am 2. Januar 1982 in der Region Zealand in Dänemark geboren. Sein Vater Tomas Polvall ist Journalist, während seine Mutter Tine Paludan Dichterin ist.
Rasmus hat einen Bruder namens Martin Paludan, der ebenfalls Schriftsteller ist. Aufgrund seines schwedischen Vaters hat er einen Migrationshintergrund und hat zeitweise in Schweden gelebt, wodurch er auch die schwedische Staatsbürgerschaft besitzt. Seine Schulausbildung begann Paludan an der Elsinore High School.
Von 2001 bis 2008 studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Kopenhagen und erwarb dort seinen Bachelorabschluss. Zwischen 2015 und 2018 unterrichtete er an derselben Universität im Bereich Zivilrecht und Eigentumsrecht. Im Jahr 2016 trat Rasmus Paludan der islamfeindlichen Gruppe „For Frihed“ bei und gründete 2017 die rechtsextreme politische Partei Stram Kurs.
Diese Partei vertritt eine Plattform, die sich gegen die Existenz des Islam in Dänemark und gegen die Einwanderung richtet. Paludan ist bekannt für seine Koranverbrennungen, die häufig zu Gegendemonstrationen führen. 2021 führte er einen Wahlkampf mit der Forderung durch, die islamische Religion in Dänemark zu verbieten und Muslime auszuweisen, konnte jedoch die 2 %-Hürde nicht überwinden.
2022 organisierte er Koranverbrennungen in Schweden, die auf große öffentliche Empörung stießen. Am 21. Januar 2023 veranstaltete er eine Demonstration vor der türkischen Botschaft in Stockholm, bei der er den Koran verbrannte.
Rasmus Paludan lebt ständig unter Polizeischutz und wurde aufgrund seiner Koranverbrennungen aus verschiedenen Ländern ausgewiesen. Aktuell studiert er Theologie an der Universität Kopenhagen.