Biografie
Reşat Nuri Güntekin wurde am 25. November 1889 in Istanbul geboren. Er ist der Sohn von Nuri Bey, einem Militärarzt, und Lütfiye Hanım, der Tochter des Gouverneurs von Erzurum, Yaver Paşa.
Aufgrund des Berufs seines Vaters verbrachte er seine Kindheit in verschiedenen Städten. Nach dem Abschluss seiner Grundausbildung an der Mekteb-i İptidai in Çanakkale setzte er seine schulische Ausbildung an der Mekteb-i Sultani (Galatasaray-Lisesi) und in einer Frerler-Schule in Izmir fort. Im Jahr 1912 absolvierte er die Darülfünun-ı Osmani Fakultät für Literatur.
Sein Lehrerleben begann in Bursa, wo er bis 1927 an mehreren Schulen unterrichtete. Zu diesen Schulen gehören die Beşiktaş İttihat und Terakki Mektebi in Istanbul, die Fatih Vakf-ı Kebir Mektebi, die Akşemseddin Mektebi, die Feneryolu Murad-ı Hâmis Mektebi, die Osman Gazi Paşa Mektebi, das Vefa Lisesi, das Istanbul Erkek Lisesi, das Çamlıca Kız Lisesi, das Kabataş Erkek Lisesi und das Galatasaray Lisesi. Von 1916 bis 1919 war er Direktor der Erenköy Kız Lisesi und des Vefa Lisesi.
Güntekin, der seine schriftstellerische Karriere gegen Ende des Ersten Weltkriegs begann, veröffentlichte sein erstes Werk im Jahr 1917. Der Roman 'Çalıkuşu', den er 1923 schrieb, gilt als eines der ersten Beispiele für den Einfluss des Realismus in der türkischen Literatur. Im Jahr 1927 reiste er als Bildungsinspektor durch Anatolien, wo er viele Menschen traf und seine Beobachtungen in seinen Werken verarbeitete.
1939 wurde Güntekin zum Abgeordneten für Çanakkale gewählt und blieb bis 1946 in diesem Amt. 1947 wurde er zum Hauptinspektor des Bildungsministeriums ernannt. 1950 war er in Paris als Kulturattaché tätig und ging 1954 in den Ruhestand.
Am 7. Dezember 1956 verstarb er in London im Alter von 67 Jahren an Lungenkrebs und wurde am 13. Dezember 1956 auf dem Karacaahmet-Friedhof beerdigt.
Zu seinen bedeutenden Werken zählen Romane wie 'Çalıkuşu', 'Yaprak Dökümü', 'Damga' und 'Dudaktan Kalbe'.
Todesumstände
Londra, İngiltere