Rıza Çolakoğlu

Biografie

Rıza Çolakoğlu wurde im Juli 1952 in Telafer, einer Stadt im Irak mit türkmanischem Hintergrund, geboren. Er ist als Dichter, Schriftsteller, Folklore-Forscher und Übersetzer bekannt. Nach dem Abschluss seiner Grundschule im Dorf Kara Koyunlu setzte er seine schulische Ausbildung in Telafer fort.

Nach dem Studium der Geschichte an der Fakultät für Literatur der Universität Mossul arbeitete er eine Zeit lang als Lehrer. Er wollte eine Doktorarbeit in der Türkei machen, wurde jedoch zum Wehrdienst einberufen. In dieser Phase wurde er als politischer Gefangener verhaftet und zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Nach seiner Freilassung wurde er wegen seiner oppositionellen Ansichten aus dem Dienst entlassen. Um den Lebensunterhalt seiner Familie zu sichern, eröffnete er ein Geschäft. Mit dem Ende der Herrschaft von Saddam Hussein übernahm er die Leitung der Zweigstelle des Verbands der türkmanischen Schriftsteller in Telafer und gründete später die Telafer-Zweigstelle der Irak-Türkmenen-Vereinigung.

Er gab ein Bulletin mit dem Titel „Su Başı“ heraus, für das er sowohl auf Türkisch als auch auf Arabisch die Hauptredaktion übernahm, und er diente als Informationsverantwortlicher der Telafer Kulturgemeinschaft. 2009 gründete er den zweiten Arm der Irak-Türkmenen-Front in Telafer. Rıza Çolakoğlu ist Mitglied des Verbands der türkmanischen Schriftsteller, des Verbands der irakischen Literaten und Autoren, des Verbands der irakischen Volkssänger und des Verbands der türkischen Weltliteraten.

Zu seinen Werken zählen unter anderem „Yaşamak İçin“, „Ben Ölecek İnsan Değilim“, „Herkes İçin Şiirler“, „Barış Marşı“, „Mutlu Bir Yarına Doğru“, „Hıdır İlyas Destanı“, „Telafer Folkloru“, „Hülyam Dilberi“, „Sınırsız Ses Destanı“, „Memleketim Telâfer İçin Şiiler“, „Şiir Defteri“, „Ben Ve Âlem“, „Geçi Kuyruğu“, „Huryat ne Manilerim“, „Şiirle Piyes“, „Hayatımdan Yapraklar“, „Sürgünden Şiirler“, „Değişik Yazılar“, „Öykülerim“, „Hak Yolunda Ölenler“, „Telâfer Şairleri“, „Hazin Senfoni“ und „Dağların Ötesindeki Şehir“. Darüber hinaus hat er viele Gedichte aus dem Türkischen ins Arabische und umgekehrt übersetzt.