Biografie
Rudolf Hertz wurde am 22. Februar 1857 in Hamburg, Deutschland, geboren und war ein Physiker. Mit seinem vollen Namen Heinrich Rudolf Hertz, leistete er bedeutende Beiträge zur Wissenschaft, indem er die Radiowellen entdeckte.
Sein Vater, Gustav Ferdinand Hertz, war ein jüdischer Anwalt, der zum Christentum konvertiert war, während seine Mutter Anna Elizabeth Hertz, die Tochter des Frankfurter Arztes Pfefferkorn, war. Seine Ausbildung begann er an einer Privatschule, wo er das Abitur mit Auszeichnung bestand und sich somit für die Universität qualifizierte. Nach seinem Militärdienst im Berlinischen Eisenbahnregiment von 1876 bis 1877 verbrachte er ein Jahr an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Anschließend wechselte er zur Universität Berlin, wo er seine Arbeit im Physiklabor aufnahm. 1880 erlangte er mit seiner Dissertation über elektromagnetische Induktion den Doktortitel in Physik und wurde danach Assistent von Hermann von Helmholtz. 1885 wurde er als Professor für Physik an der Hochschule für Technik Karlsruhe und der Universität Bonn berufen.
Im Jahr 1887 entdeckte Hertz die photoelektrischen Effekte der ultravioletten Strahlung und zeigte 1888, dass elektromagnetische Wellen erzeugt werden können. Diese Entdeckungen führten zur Entdeckung der Radiowellen und legten den Grundstein für die heutige Radiotechnologie. Im Jahr 1886 heiratete er Elizabeth Doll und sie hatten zwei Töchter.
Im Sommer 1892 erkrankte er an einer Knochenerkrankung und verstarb am 1. Januar 1894 in Bonn, Deutschland, im Alter von 37 Jahren. Nach seinem Tod lebten seine Frau und Töchter von den Spenden, die sie von Radiosendern erhielten.
Seine wissenschaftlichen Schriften wurden später ins Englische übersetzt und in drei Bänden veröffentlicht.