Biografie
Sadettin Ökten wurde am 1. September 1942 in Istanbul geboren. Sein Vater, Mahmut Celâlettin Ökten, war der Gründer der Imamat-Hatip-Schulen, während seine Mutter Emine Mahmude Hanım war.
Die Familie ist unter dem Namen Gürcüzâdeler bekannt. Sadettin Ökten begann seine Ausbildung an der Vefa-Lisesi und schloss diese 1960 ab. Anschließend erwarb er 1964 an der Technischen Universität Istanbul seinen Abschluss als Bauingenieur an der Fakultät für Bauingenieurwesen.
Nach seinem Abschluss trat er als Assistent an der Betonbau-Abteilung der gleichen Universität ein. Von 1971 bis 1973 war er als Gastdoktorand in den USA, und 1974 bis 1975 absolvierte er seinen Militärdienst in der Abteilung für Informationsverarbeitung des Generalstabs. 1977 erhielt er den Doktortitel und gewann ein Stipendium, um seinen Master in Amerika zu machen.
Während des akademischen Jahres 1979-80 führte er wissenschaftliche Forschungen in Belgien durch und erhielt 1982 die Ernennung zum außerordentlichen Professor. 1985 wechselte er zur Mimar Sinan Universität für Schöne Künste und erlangte 1989 den Titel eines Professors. Sadettin Ökten ist bekannt für seine Vorträge zu Stadt- und Zivilisationsfragen, insbesondere zur islamischen Zivilisation.
Er hat an verschiedenen Universitäten Kurse über Wissenschaftsgeschichte, Geschichte der Bautechnologien, Stadt- und Kulturästhetik angeboten. Seinen Ruhestand verbrachte er an der Fakultät für Architektur der Mimar Sinan Universität. Neben der Ausbildung und Forschung im Bereich des Bauingenieurwesens ist er auch in der beruflichen Praxis tätig.
Er hat eine besondere Vorliebe für Themen wie Wissenschaftsgeschichte, Philosophie, Kultur, Zivilisation und Kunst. 1969 heiratete er Meriç Hanım und hat vier Kinder. Im Oktober 2020 wurde er mit dem Großen Preis für Kultur und Kunst des Präsidialamts im Bereich Kulturgeschichte ausgezeichnet.
Zu Sadettin Öktens Werken gehören bedeutende Bücher wie „Dünyaya Geldim Gitmeye-Gönül Sadası'ndan Akisler“, „Aşk ile Ânı Seyretmek“, „Aslında Bir Sanat Var“, „Hayatımdan Portreler“ und „Gelenek Sanat ve Medeniyet“.