Biografie
Şafak Pavey wurde am 10. Juli 1976 in Ankara als Schriftstellerin, Diplomatin und Politikerin geboren. Ihre Mutter ist die Journalistin Ayşe Önal, ihr Vater heißt Şahin Bey.
Ihre schulische Ausbildung begann sie an der Westminster University in London im Fachbereich Internationale Beziehungen, gefolgt von einem Masterstudium an der London School of Economics, das sie mit dem Schwerpunkt „Nationalismus und ethnische Herkunft“ abschloss. Im Jahr 1996 erlitt Pavey einen Zugunfall in Zürich, Schweiz, bei dem sie ihren linken Arm und ihr linkes Bein verlor. Dieses Ereignis hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf ihr Leben und führte dazu, dass sie zu einer aktiven Verfechterin der Rechte von Menschen mit Behinderungen wurde.
Sie arbeitete 15 Jahre lang im Büro der UN für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und kehrte dann 2011 in die Türkei zurück, wo sie als Abgeordnete der Republikanischen Volkspartei für Istanbul gewählt wurde. Pavey spricht neben Türkisch auch Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Arabisch und Persisch. Zudem beherrscht sie die internationale Gebärdensprache.
Im Jahr 2012 wurde sie vom US-Außenministerium mit dem „International Women of Courage Award“ ausgezeichnet. Zu ihren veröffentlichten Büchern zählen „13 Numara Peron“, „Nereye Gidersem Gökyüzü Benimdir“ und „Mehdi'yi Beklerken“. Pavey setzt sich weiterhin aktiv für soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte ein.