Şahmeran

Biografie

Şahmeran ist ein übernatürliches Wesen, das in der türkischen, iranischen, irakisch-kurdischen und anatolischen Mythologie vorkommt. Sie hat einen menschlichen Oberkörper und einen Schlangenkörper bis zur Hüfte. Als intelligent und gütig beschrieben, wird geglaubt, dass Şahmeran niemals altert und dass ihre Seele nach ihrem Tod an ihre Tochter übergeht.

Der Name Şahmeran setzt sich aus den Wörtern „Şah“ und „Maran“ (Schlangen) zusammen. In Anatolien gibt es viele Orte, an denen man glaubt, dass Şahmeran lebt. Dazu zählen unter anderem der Bezirk Tarsus in Mersin und das Yılankale in Adana.

Auch das Viertel Şahmaran in Islahiye, einem Stadtteil von Gaziantep, ist mit dieser Legende verbunden. Laut der Legende lebt Şahmeran mit ihren Schlangen in einem unterirdischen Königreich. Ihre erste Begegnung mit einem Menschen hat sie mit einer Figur namens Cemşab, der eines Tages mit Freunden eine Höhle voller Honig entdeckt und dort Şahmeran trifft.

Şahmeran lehrt Cemşab die Geheimnisse der Heilkunde. Doch als der Sultan erkrankt, erklärt der Wesir, dass das Fleisch von Şahmeran gegessen werden muss. Cemşab sieht sich gezwungen, den Aufenthaltsort von Şahmeran preiszugeben, was zu ihrem Tod führt.

Der Legende nach wird Şahmerans Tod zum Anlass, dass die Menschen Gesundheit und Heilung finden können. Nach diesem Vorfall beginnt Cemşab, als Lokman Hekim bekannt zu werden. Seitdem wissen die Schlangen von Tarsus nicht, dass Şahmeran getötet wurde, und es wird gesagt, dass sie eines Tages die Stadt überfallen werden.