Sait Faik Abasıyanık

Schriftsteller

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Biografie

Sait Faik Abasıyanık wurde am 18. November 1906 in Adapazarı geboren und verstarb am 11. Mai 1954 in seinem Haus auf Burgazada an Leberzirrhose.

Er zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der türkischen Literatur und ist besonders für seine Erzählungen im Genre der Situationsgeschichte bekannt. In seinen Werken wählte er häufig Protagonisten aus den unteren Gesellschaftsschichten und beschrieb diese Charaktere mit einer realistischen Sprache. Themen wie die Natur, Fische, das Meer und griechische Fischer gehören zu den markanten Elementen seiner Erzählungen.

Nach zwei Jahren Studium an der Fakultät für Türkische Sprache und Literatur an der İstanbul Üniversitesi ging er auf den Wunsch seines Vaters zum Studium der Wirtschaftswissenschaften in die Schweiz, wechselte jedoch bald nach Frankreich. Von 1931 bis 1935 lebte er in Frankreich und kam dort in intellektuelle Kreise. Nach seiner Rückkehr in die Türkei arbeitete er als Türkischlehrer an der Halıcıoğlu Armenischen Waisenschule und betrieb anschließend das Getreidegeschäft seines Vaters.

Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete er als Gerichtsreporter für die Zeitung 'Haber' und veröffentlichte 1936 sein erstes Buch 'Semaver'. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1939 hörte er mit dem Schreiben auf und begann aus finanziellen Gründen in seinem Haus auf Burgazada zu leben. 1940 erschien sein Buch 'Şahmerdan', wegen dessen Veröffentlichung er vor Gericht gestellt wurde.

1946 erhielt er die Diagnose Leberzirrhose, was seinen Texten eine emotionale Tiefe verlieh. 1951 wurde sein Buch 'Kayıp Aranıyor' beschlagnahmt. 1953 wurde er zum Ehrenmitglied der 'Mark Twain'-Gesellschaft in Amerika ernannt.

Nach seinem Tod wurde sein Haus auf Burgazada zum 'Sait Faik Museum' und seine Werke der Darüşşafaka Derneği übergeben. Ein Jahr nach seinem Tod wurde auf Initiative seiner Mutter der 'Sait Faik Hikaye Armağanı' ins Leben gerufen.