Selim Sırrı Tarcan

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Biografie

Selim Sırrı Tarcan wurde am 24. März 1874 in Larissa, Griechenland, geboren und gilt als eine bedeutende Persönlichkeit im Bereich Sport in der Türkei. Sein Vater, Miralay Yusuf Bey, und seine Mutter, Zeynep Hanım, waren seine Eltern.

Nach dem Tod seines Vaters, der 1876 im Montenegrinischen Krieg fiel, wanderte seine Familie nach Istanbul aus. Dort erhielt er seine Ausbildung am Galatasaray-Lyzeum, wo er mit dem Turnen und seiner sportlichen Karriere begann. Nach dem Abitur absolvierte er die Mühendishane-i Berr-i Hümayun, an der er 1895 seine Ausbildung als Militäringenieur und an der Artillerieschule abschloss.

Im Jahr 1900 wurde Tarcan zur Festungseinheit des Schwarzen Meeres versetzt und begann, Artikel in der Zeitschrift Servet-i Fünun zu veröffentlichen, um die Sportkultur der Bevölkerung zu fördern. 1903 wurde er als Gymnastik- und Fechtlehrer an die Mühendishane-i Berri Hümayun berufen und trat 1907 der İttihat ve Terakki Cemiyeti bei. Mit der Proklamation der II.

Meşrutiyet im Jahr 1908 gründete er das erste Nationale Olympische Komitee der Türkei und nahm 1909 an den Sitzungen des Internationalen Olympischen Komitees in Berlin teil. Nach seinem Abschluss an der Schwedischen Königlichen Militärschule für Körpererziehung und Gymnastik im Jahr 1911 kehrte er in die Türkei zurück und begann seine Tätigkeit als Sportlehrer. Während des Ersten Weltkriegs diente er als Reserveoffizier an der Dardanellenfront.

Im Jahr 1922 gründete er das Nationale Olympische Komitee neu und übernahm den Vorsitz. Nach seiner Pensionierung im Jahr 1935 wurde er Abgeordneter für die Cumhuriyet Halk Partisi im Parlament (TBMM). Selim Sırrı Tarcan ist bekannt als Gründer der Sportarten Volleyball und Box in der Türkei.

Er hinterließ ein bedeutendes kulturelles Erbe mit 58 Büchern, 2500 Artikeln und 1520 gehaltenen Vorträgen. Am 2. März 1957 verstarb er im Alter von 83 Jahren in Istanbul.