Biografie
Selma Rıza, am 5. Februar 1872 im Herzen des historischen Istanbul geboren, gilt als eine der Pionierinnen des türkischen Journalismus für Frauen. Als das jüngste Familienmitglied wuchs Selma in einer Umgebung auf, die ihr durch private Nachhilfestunden eine frühzeitige Bildung ermöglichte.
So eignete sie sich schnell eine Fremdsprache wie Französisch an. Anschließend zog sie nach Paris, um ihr Studium an der Sorbonne fortzusetzen. Selma war die erste türkische Frau, die in dieser Institution studierte, und während ihres zehnjährigen Aufenthalts in Paris fiel sie auch als einziges weibliches Mitglied des Comité Union et Progrès auf. Im Jahr 1897 veröffentlichte sie ihren bedeutenden Roman 'Uhuvvet', der wichtige Fragen der Frauenrechte aufwarf und damit den Mut bewies, die Teilnahme der Frauen am sozialen Leben der osmanischen Gesellschaft zur Diskussion zu stellen.
Dieses Werk hat eine große Bedeutung für die sozialen Dynamiken der damaligen Zeit und hebt sich als eine Untersuchung der gesellschaftlichen Rolle der Frauen hervor. Nach der Verkündung der II. Meşrutiyet im Jahr 1908 kehrte Selma nach Istanbul zurück.
Obwohl sie ihre Karriere im Journalismus nicht fortsetzte, übernahm sie weiterhin eine aktive Rolle im gesellschaftlichen Leben und setzte sich für die Gemeinschaft ein. In der Hilal-i Ahmer Vereinigung übernahm Selma die Position der Generalsekretärin und war auch aktiv an Projekten zur Bildung von Frauen beteiligt. 1916 leitete sie die Eröffnung der Kandilli Adile Sultan İnas Mekteb-i Sultanîsi und setzte damit einen wichtigen Schritt im Bildungsbereich. Selma Rıza verstarb am 5.
Oktober 1931 in Istanbul im Alter von 59 Jahren. Ihr Erbe ist geprägt von mutigen Schritten, die den Platz der türkischen Frauen im gesellschaftlichen Leben stärken sollten.
Beziehungsstatus
Todesumstände
İstanbul