Biografie
Sema Özcan wurde am 10. Juli 1943 in der historischen und kulturell reichen Stadt Istanbul geboren. Ihre schulische Laufbahn begann sie an der Hürriyet-i Ebedi Schule und schloss anschließend die Nişantaşı Mädchenlyzeum ab.
Ihre Liebe zur Kunst führte sie zum Theaterstudium am Konservatorium der Stadt Istanbul, wo sie sich vollständig den darstellenden Künsten widmete. Ihre Karriere begann sie im Theaterensemble Kent Oyuncuları, wo sie an der Seite der bekannten Persönlichkeiten des türkischen Theaters, Yıldız Kenter und Müşfik Kenter, auftrat. Als Schülerin von Yıldız Kenter entwickelte sie ihr Talent, indem sie verschiedene Rollen auf der Bühne darstellte, und wagte bald den Schritt in die faszinierende Welt des Films. Besonders ihre Darbietung in dem Stück „MARTI“ von Anton Tschechow am Kenter Theater brachte sie dem türkischen Publikum näher. Sema Özcan erregte mit ihrer Rolle im Werk „PEMBE KADIN“ die Aufmerksamkeit der Kritiker und wurde für ihr Talent anerkannt.
Gegen Ende der 1960er Jahre erwarb sie sich den Titel einer der führenden Frauenfiguren des türkischen Kinos. 1965 war sie in der Hauptrolle in dem Film „Sevmek Zamanı“ unter der Regie von Metin Erksan an der Seite von Müşfik Kenter zu sehen, der zu ihren bekanntesten Projekten zählt. In dieser Zeit wirkte sie in zahlreichen Filmen mit prominenten Schauspielern ihrer Generation wie Ediz Hun, Cüneyt Arkın, Kartal Tibet, Ayhan Işık und Ekrem Bora mit und hinterließ so einen bleibenden Eindruck in der Filmwelt. 1970 heiratete Sema Özcan den Unternehmer Mehmet Sarper und brachte aus dieser Ehe ein Mädchen namens Seda zur Welt.
Kurze Zeit später entschied sie sich, ihre Filmkarriere zu pausieren und im Ausland zu leben. Viele Jahre verbrachte sie in der glanzvollen Stadt Cannes in Frankreich, wo sie neue Erfahrungen sammelte. Ihr letztes Filmprojekt war 1971 der Film „Fakir Aşıkların Romanı“. Heute führt Sema Özcan gemeinsam mit ihrem Mann Mehmet Sarper ein harmonisches Leben sowohl in Frankreich als auch in der Türkei und genießt das Leben in vollen Zügen.
Mit ihrer Künstlertätigkeit und ihrem Privatleben hat sie einen wichtigen Platz im türkischen Kino und Theater eingenommen und ist zu einer einprägsamen Figur geworden.