Biografie
Şemdin Sakık wurde 1959 im Dorf Yörecik, das zur zentralen Provinz Muş gehört, geboren. In jungen Jahren trat er der PKK bei und war 18 Jahre lang Teil der Militärtruppen der Organisation. Als Gründe für seinen Beitritt nennt er familiären Druck, staatliche Repression und den Widerstand gegen Feudalherrschaft.
Im Jahr 1998 verließ er die PKK und schloss sich den Peschmerga der KDP an. Im selben Jahr wurde er während einer militärischen Operation in der Region Duhok im Nordirak zusammen mit seinem Bruder Arif Sakık gefangen genommen und nach Türkei gebracht. Nach seiner Rückkehr wurde er vor dem Staatssicherheitsgericht in Diyarbakır angeklagt und mit der Todesstrafe bestraft.
Während seiner Haftzeit beantragte er, von dem Gesetz zur Reue und der Reintegration in die Gesellschaft Gebrauch zu machen, doch sein Antrag wurde abgelehnt. Später wurde seine Strafe in lebenslange Haft umgewandelt. Şemdin Sakık ist unter dem selbst gewählten Decknamen 'Parmaksız Zeki' bekannt und hat ein Buch mit dem Titel 'Apo' veröffentlicht, in dem er Abdullah Öcalan kritisiert.
Darüber hinaus erschien 2012 sein essayistisches Werk "Imralı’da Bir Tiran: Abdullah Öcalan", herausgegeben vom Togan Verlag.