Biografie
Semra Özdamar ist eine Schauspielerin und Dramatikerin, die im Januar 1956 in Bursa geboren wurde. Ihre schulische Ausbildung absolvierte sie an einem amerikanischen Mädchengymnasium. Ihre Filmkarriere begann 1973 mit dem Film „Anadolu Ekspresi“ von Ertem Göreç, gefolgt von zahlreichen bedeutenden Produktionen wie „Arkadaş“, „Erkeksen Kaçma“, „Ferhat“, „Yalnız Adam“, „Bir Gün Mutlaka“, „Hababam Sınıfta Kaldı“, „Kara Çarşaflı Gelin“, „Güneşli Bataklık“, „At Gözlüğü“ und „Yörük Elif“.
Besonders bekannt wurde sie durch ihre Rolle der Literaturlehrerin Semra im Film „Hababam Sınıfta Kaldı“. Im Jahr 1973 arbeitete sie ein Jahr lang als Fotomodell und war danach fünf Jahre lang in Spielfilmen zu sehen. 1978 zog sie sich aus dem Filmgeschäft zurück und wandte sich dem Schreiben von Geschichten zu.
Im Jahr 1977 erlangte sie Bekanntheit, als sie bei den Antalya Goldenen Portakal Filmfestspielen den Preis als beste Schauspielerin gewann. In ihrer Schriftstellerkarriere verfasste sie zahlreiche Artikel über Erzählungen, Film, Literatur und Frauen, welche in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht wurden. 1979 erhielt sie den Preis für das beste Drehbuch des Kulturministeriums und ein Jahr später gewann sie Auszeichnungen bei den Erzählungswettbewerben des Masal Verlags und der Akademie Buchhandlung.
Zu ihren veröffentlichten Werken zählen „Sessiz Çığlıklar“, „Kadırga’da Son Horon“, „Sekiz Kadın“ und „Hayat Bizi Yaşar“. Semra Özdamar lebte eine Zeit lang mit ihrer Familie in Deutschland. Ihr Ehemann, der Dokumentarfilmer, Regisseur und Akademiker Süha Arın, verstarb 2014.