Biografie
Şerif İçli wurde am 19. Dezember 1899 im Stadtteil Beşiktaş in Istanbul geboren und war ein bedeutender Komponist und Musiker der türkischen Musik. Er war der Sohn von Hacı Ahmed Efendi und Şöhret Hanım und verbrachte seine Kindheit im Stadtteil OrtaBahçe (heute OrtaKöy).
Nach dem Abschluss seiner Grundschulausbildung in seiner Nachbarschaft beendete er die Sekundarstufe an der Âfitab-ı Maarif Rüştiyesi in Beşiktaş. Ohne eine Universitätsausbildung begann İçli in jungen Jahren seine Musikkarriere und komponierte sein erstes Stück mit dem Titel „Gelmeseydim âleme, görmeseydim ben seni“, einem Uşşak-Lied. Während des Ersten Weltkriegs hatte er offizielle Ämter im „Ministerium für Forstwirtschaft und Bergbau“ inne und schloss seinen Militärdienst nach der Gründung der Republik Türkei in Ankara ab.
Nach seiner Entlassung arbeitete er als Archivangestellter im Ministerium für Wirtschaft, stellte aber fest, dass er mit der Musik nicht seinen Lebensunterhalt verdienen konnte, und verließ die Beamtenlaufbahn. 1938 trat er dem neu gegründeten Ankara-Rundfunk bei und trat dort unter dem Pseudonym „Eşref Kadri“ auf. 1946 beendete er seine Beamtenlaufbahn, kehrte nach Istanbul zurück und begann im Maksim Gazinosu zu arbeiten.
Seine künstlerische Laufbahn setzte er mit Kompositionen, Plattenaufnahmen und als Gazino-Künstler fort. Şerif İçli heiratete Sıdıka Hanım und ging nach deren Tod 1945 eine zweite Ehe mit Melahat İçli ein. Aus seiner ersten Ehe hatte er vier Kinder.
Am 3. Februar 1956 verstarb İçli im Alter von 57 Jahren während einer Probe im Istanbul Radio, nachdem er an Diabetes erkrankt war.