Biografie
Seyhan Soylu, besser bekannt unter ihrem Spitznamen Sisi, ist eine Transsexuelle, die 1973 in Istanbul geboren wurde. In der Gesellschaft und im Kunstmilieu hat sie sich einen respektablen Platz erobert und übernahm die Managementaufgaben vieler Prominenter. Seyhan, die im Stadtteil Samatya das Licht der Welt erblickte, hat eine Mutter, die als Lehrerin tätig ist und Mitglied der Frauenkommission der Republikanischen Volkspartei (CHP) war.
Ihr Vater arbeitete als Diplomatenangestellter. Schon in jungen Jahren erkannte Seyhan, dass sie sich als Frau sah und lebte mit dem Traum, diesen Wandel eines Tages vollziehen zu können. Mit 13 Jahren erhielt sie ihr erstes Hormon für Frauen und schaffte es später, als Jahrgangsbeste an der Polizeiakademie angenommen zu werden.
Aufgrund ihrer sexuellen Identität und Präferenz wurde sie jedoch von der Schule ausgeschlossen. Sisi wurde zur Frau, indem sie ihre Spermien einfrieren ließ und wagte den Schritt in ein neues Leben mit ihrer neuen Identität in London. Mit einem Wolfstätowierung auf ihrem Arm beschreibt sich Sisi als nationalistische Transvestit.
Sie erklärte, dass sie eine Einladung von der MHP erhalten hatte, diese jedoch ablehnte, um die Partei nicht in Schwierigkeiten zu bringen. Zudem hat sie Ausbildungen in Radio und Fernsehen in Baku, Aserbaidschan, absolviert und auch eine Karriere als Sängerin angestrebt, jedoch blieb dieser Wunsch unvollendet. Heute arbeitet sie weiterhin als Organisatorin und Managerin von Prominenten.