Biografie
Şeyhi, mit bürgerlichem Namen Yusuf Sinan, war ein osmanischer Dichter. Er wurde in Kütahya geboren und verbrachte dort seine Kindheit. Seine erste Ausbildung begann er in Kütahya, wo er unter anderem von dem Dichter Ahmedî und anderen Gelehrten Unterricht erhielt.
Später reiste er nach Iran, um in verschiedenen Wissenschaften wie Sufismus, Weisheit und Medizin zu lernen. Nach seiner Rückkehr trat er in Ankara in die Lehre von Hacı Bayram Veli ein, was ihm den Spitznamen 'Şeyhi' einbrachte. Er setzte seine poetischen Arbeiten fort und wurde der persönliche Arzt und Vertraute des Germiyanoğulları Fürsten II.
Yakup Bey, für den er Kasıde schrieb. Im Jahr 1415 wurde Şeyhi während der Karaman-Expedition von Sultan Çelebi Mehmet I. nach Ankara eingeladen, weil der Sultan krank war.
Aufgrund seines Behandlungserfolgs erhielt er das Dorf Tokozlu als Pacht. Er wurde als erster Reisü'l-tıb da dem Sultan als persönlicher Arzt zugeordnet. In Tokuzlu wurde Şeyhi von Dorfbewohnern angegriffen, woraufhin er das Werk 'Harnâme' verfasste.
Mit der Thronbesteigung von Sultan II. Murad im Jahr 1421 intensivierte sich seine Beziehung zum osmanischen Hof, und er begann, Nizâmîs Werk 'Hüsrev ü Şîrîn' zu übersetzen. In den Jahren, die er in Germiyan verbrachte, schrieb er Kasıde für Mehmed Paşa und den Beylerbeyi von Anatolien, Hamza Bey.
Trotz seiner mystischen Neigungen verzichtete er in seinen Schriften auf sufiistische Elemente und bevorzugte weltliche Poesie. Şeyhi verstarb im Jahr 1431, vermutlich im Alter von über 60 Jahren. Sein Grab befindet sich am Ufer des Dorfes Çiftepınar, etwa sieben Kilometer von Kütahya entfernt.
Zu seinen Werken zählen 'Dîvân', 'Harnâme' und 'Hüsrev ü Şîrîn'.