Biografie
Sırrı Süreyya Önder wurde am 7. Juli 1962 in Adıyaman geboren. Seine Kindheit war von schwierigen Bedingungen geprägt; im Alter von acht Jahren verlor er seinen Vater und wuchs gemeinsam mit seinen vier Geschwistern auf.
Schon in jungen Jahren begann er zu arbeiten und absolvierte eine Lehre in einem Fotografiegeschäft, bevor er in verschiedenen anderen Berufen tätig war. Seine schulische Laufbahn begann er an der Adıyaman High School und setzte sie an der Fakultät für Politikwissenschaften der Universität Ankara fort, die er jedoch nach dem zweiten Jahr abbrach. Während des Putschversuchs am 12.
September wurde er verhaftet und zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Während seiner Zeit im Gefängnis setzte er das Schreiben fort und kehrte nach seiner Entlassung im Jahr 1987 nach Istanbul zurück. Dort arbeitete er zunächst als Lkw-Fahrer und später als Bauarbeiter.
Mitte der 90er Jahre kehrte er aus dem Ausland nach Istanbul zurück und entschloss sich, in die Filmbranche einzutreten. Seine Teilnahme am Film 'Duvar' von Yılmaz Güney markierte den Beginn seiner Karriere als Drehbuchautor. Mit seinem ersten Film 'Beynelmilel' sammelte er seine Erfahrungen als Regisseur und beschrieb mit tragikomischen Elementen die soziale Struktur der Türkei nach dem 12.
September. Bei den Parlamentswahlen 2011 wurde er als unabhängiger Kandidat, unterstützt von der BDP, zum Abgeordneten gewählt. 2013 trat er der Halkların Demokratik Partisi bei, wurde jedoch wegen seiner Rede im selben Jahr wegen 'Unterstützung einer terroristischen Organisation' verurteilt.
Im Jahr 2019 wurde er durch das Urteil des Verfassungsgerichts entlassen. Sırrı Süreyya Önder ist nicht nur für seine Karriere im Kino und als Schriftsteller bekannt, sondern auch für sein Engagement für gesellschaftliche Themen.
Familie
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