Biografie
Tarık Buğra wurde am 2. September 1918 in der Stadt Akşehir, Provinz Konya, Türkei, geboren. Nachdem er die Grund- und Sekundarschule in Akşehir abgeschlossen hatte, erhielt er eine Internatsausbildung an einem Gymnasium in Istanbul.
Mit der Schließung des Internats wechselte er an das Konya-Gymnasium, von dem er 1936 seinen Abschluss machte. Während seiner Schulzeit begann er unter dem Pseudonym 'Tarık Nazım' Kurzgeschichten und Gedichte zu schreiben. Im Jahr 1948 gewann er den zweiten Platz in einem Erzählwettbewerb der Cumhuriyet Zeitung, was ihn als Erzähler bekannt machte.
Tarık Buğra konzentriert sich in seinen Geschichten häufig auf die Schaffung von Atmosphären und behandelt Themen wie das nahe Umfeld, das Familienleben und das Leben in kleinen Städten. Zwischen 1949 und 1952 gab er die Zeitung Nasreddin Hoca in Akşehir heraus und verfasste zahlreiche Artikel für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Tarık Buğra gilt als einer der talentiertesten Autoren des Realismus in der türkischen Literatur.
Er präsentiert in seinen Werken eine ausgewogene Erzählweise zwischen Mensch und Problem. Für seinen Roman 'İbiş’in Rüyası' erhielt er 1970 den Roman Erfolgspreis, während er für 'Firavun İmanı' den Kulturpreis der Türkei gewann. 1985 erhielt er den Literaturpreis der Nationalen Kulturstiftung für 'Osmancık' und den Großen Preis der Türkiye İş Bankası für 'Yağmur Beklerken'.
Im Jahr 1991 wurde er mit dem Titel Staatskünstler ausgezeichnet. Tarık Buğra ließ sich 1950 mit Jale Baysal verheiraten, von der er 1968 geschieden wurde. Gemeinsam hatten sie eine Tochter namens Ayşe Buğra.
Am 26. Februar 1994 verstarb er im Krankenhaus während einer Krebsbehandlung. In Akşehir wurde ihm ein Denkmal errichtet.
Sein Werk umfasst zahlreiche Arbeiten in den Bereichen Roman, Kurzgeschichte, Theater und Essay.