Biografie
Tenzin Gyatso wurde am 6. Juli 1935 in der tibetischen Provinz Amdo geboren. Er ist besser bekannt als der 14.
Dalai Lama und gilt als das spirituelle Oberhaupt Tibets sowie als eine bedeutende Figur im Buddhismus. Der Titel "Dalai Lama" wird Personen verliehen, die als Reinkarnation des buddhistischen Gründers Shakyamuni angesehen werden. Mit nur zwei Jahren wurde Tenzin Gyatso von Mönchen entdeckt und nach Lhasa, der Hauptstadt Tibets, gebracht, wo er aufwuchs.
Bereits im Alter von 15 Jahren übernahm er die spirituelle Führungsrolle. Am 17. November 1950 wurde er zum Staatsoberhaupt und wichtigsten politischen Führer Tibets ernannt.
Trotz seines jungen Alters führte er einen friedlichen Kampf für die Unabhängigkeit Tibets. Im Jahr 1959, als die Volksrepublik China Tibet besetzte, floh er nach Indien, wo er die tibetische Regierung im Exil gründete. Tenzin Gyatso erhielt am 10.
Dezember 1989 den Friedensnobelpreis für seine gewaltfreien Politiken und seinen kompromisslosen Einsatz für die Freiheit Tibets. Darüber hinaus hat er zahlreiche Bücher geschrieben und Werke verfasst, die den Buddhismus erklären.