Biografie
Thomas More wurde am 7. Februar 1478 in London, England, geboren und wurde am 6. Juli 1535 im Alter von 57 Jahren in derselben Stadt hingerichtet.
Als Schriftsteller und Jurist ist More besonders durch sein Werk 'Utopia' aus dem Jahr 1516 bekannt geworden, das ihm einen bedeutenden Platz in der Literaturwelt einbrachte. In diesem Werk beschrieb er das politische System einer idealen Inselgesellschaft und gilt als Wegbereiter eines neuen Literaturgenres. Dank des Einflusses seines Vaters, des Richters Sir John More, wandte sich Thomas More der Rechtswissenschaft zu und wurde 1499 als Anwalt in die Anwaltskammer von London aufgenommen.
Seine schulische Ausbildung begann er an der St. Anthony's School, gefolgt von einer Weiterbildung im Dienst des Erzbischofs von Canterbury, John Morton. Zwischen 1501 und 1504 führte er ein klösterliches Leben, bevor er ins Parlament gewählt wurde und sich an legislativen Aktivitäten beteiligte.
Aufgrund seiner Tätigkeit als Berater von König Heinrich VIII. geriet er in Konflikt mit dem König, der versuchte, die anglikanische Kirche zu gründen. Dies führte 1534 zu seiner Verhaftung und später zur Hinrichtung.
400 Jahre nach seinem Tod wurde Thomas More 1935 von Papst Pius XI. heiliggesprochen. Im Jahr 1505 heiratete er Jane Colt, die 1511 verstarb.
Aus dieser Ehe gingen vier Kinder hervor: Margaret Roper, John More, Elizabeth More und Cicely More. In seinen Werken befasste sich More mit Themen wie sozialer Gerechtigkeit, gemeinsamem Eigentum und Menschenrechten. In 'Utopia' betonte er die Notwendigkeit von gemeinsamem Eigentum als Gegenmittel zur Selbstsucht.