Biografie
Tigran Vartanovich Petrosian wurde am 17. Juni 1929 in Tiflis, der damaligen zur Sowjetunion gehörenden georgischen Stadt, geboren. Von 1963 bis 1969 hielt Petrosian den Titel des Schachweltmeisters und ist bekannt für seine charakteristische und nahezu unüberwindbare Verteidigung.
Den Großteil seiner Kindheit verbrachte er in Tiflis, wo er im Alter von acht Jahren bei Archil Ebralidze im örtlichen Schachschulunterricht das Schachspielen erlernte. Seinen ersten großen Erfolg erzielte er 1945, als er beim 4. sowjetischen Jugend-Schachmeisterschaft in Leningrad den dritten Platz belegte.
1946 gewann er die armenische Meisterschaft in Erevan, während er im selben Jahr bei einem Turnier in Leningrad nicht die gewünschte Leistung zeigen konnte. 1949 zog er nach Moskau, wo er an zahlreichen Turnieren teilnahm, die er erfolgreich gewann und damit bedeutende Fortschritte in seiner Schachkarriere machte. Nach seinem Sieg beim Turnier 1962 in Curaçao gelang es ihm 1963, Mikhail Botvinnik zu besiegen und den Weltmeistertitel zu erringen.
Petrosian ist als Spieler bekannt, der geduldige und vorsichtige Verteidigungen bevorzugte und in der Lage war, die potenziellen Angriffe seiner Gegner im Voraus zu erkennen. Er gewann seine Partien meist durch die Ansammlung kleiner Vorteile und vermied dabei Fehler. Die Strategien von Petrosian werden auch heute in vielen Schachschulen gelehrt.
Er verstarb am 13. August 1984 in Moskau im Alter von 55 Jahren.