Biografie
Tunç Okan wurde am 18. August 1942 in Istanbul geboren und zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des türkischen Kinos. Sein bürgerlicher Name ist Okan Külen und er stammt aus einer bosnischen Familie.
Sein Vater war Direktor der Sümerbank-Filialen, weshalb er seine Kindheit damit verbrachte, durch Anatolien zu reisen. 1965 wagte Tunç Okan den Schritt ins Filmgeschäft und spielte die Hauptrolle alongside Türkan Şoray in seinem Debütfilm „Veda Busesi“. In kurzer Zeit drehte er 13 Filme, doch als er seine Traummöglichkeiten als Schauspieler nicht verwirklichen konnte, entschloss er sich 1967, das Filmgeschäft aufzugeben.
Nach seinem Rückzug ging er nach Deutschland, wo er eine Doktorarbeit in Zahnmedizin anfertigte und die deutsche Sprache erlernte. Anschließend lebte er in der Schweiz und in Paris, wo er auch Französisch lernte. 1974 feierte er mit dem Film „Otobüs“ ein ambitioniertes Comeback, der trotz eines langen Verbots in der Türkei bei vielen internationalen Festivals Auszeichnungen gewann.
1992 erhielt er beim Antalya Goldenen Portakal Film Festival den Preis für die „Beste Regie“ für den Film „Fikrimin İnce Gülü - Sarı Mercedes“. Tunç Okan lebt derzeit in Nizza, Frankreich, und arbeitet an drei Tagen in der Woche in einer Zahnarztpraxis in Genf, Schweiz. Okan war dreimal verheiratet und hat zwei Töchter sowie einen Sohn.
Im Jahr 2013 arbeitete er in dem Film „Umut Üzümleri“, den er aus dem Roman „Kaplumbağalar“ adaptierte, mit bekannten Schauspielern wie Ahmet Mekin, Yetkin Dikinciler und Altan Erkekli zusammen.