Biografie
Viktor Orban wurde am 31. Mai 1963 in der ungarischen Stadt Segešvahar geboren. Aufgewachsen in einer bürgerlichen Familie verbrachte er seine Kindheit in verschiedenen Städten der Fejér-Region.
Nach dem Abschluss des Blanka Teleki Gymnasiums im Jahr 1981 diente er zwei Jahre lang in der Pflichtarmee. Nach seiner Militärzeit absolvierte er ein Jurastudium an der Eötvös Loránd Universität in Budapest, wo er seine Masterarbeit über die Polnische Solidarność-Bewegung schrieb. Nach seinem Abschluss im Jahr 1987 lebte er zwei Jahre lang in Szolnok, bevor er seine professionelle Laufbahn als Soziologe im Landwirtschafts- und Lebensmittelministerium in Budapest begann.
1989 setzte er seine Ausbildung kurzzeitig an der Universität Oxford fort. Seine politische Karriere begann er 1988 als eines der Gründungsmitglieder der Fidesz-Partei. Zunächst war Fidesz liberal ausgerichtet, entwickelte sich jedoch im Laufe der Jahre zu einer Mitte-rechts und nationalkonservativen Partei. 1989 kehrte Orban vor den sich anbahnenden Revolutionen nach Ungarn zurück und trat der politischen Studentenvereinigung Ungarische Bürgerunion bei.
Bei den ersten demokratischen Wahlen im Jahr 1990 wurde er als Abgeordneter für Fidesz gewählt. Sein erstes Amt als Ministerpräsident trat er 1998 an und war von 2002 bis 2010 als Oppositionsführer politisch aktiv. 2010 kehrte Orban erneut ins Amt des Ministerpräsidenten zurück und führte in dieser Zeit grundlegende Änderungen in der Verfassung durch, die die politische Struktur des Landes stark beeinflussten. Insbesondere durch die Stärkung der Beziehungen zu Russland, der Türkei, Israel und China wurde Orban zu einem bedeutenden Akteur auf internationaler Ebene.
In seinem Privatleben heiratete er 1966 Anikó Lévai und ist Vater von fünf Kindern. Unter Orbans Führung hat die Fidesz-Partei sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene an Einfluss gewonnen.
Familie
Beziehungsstatus
Todesumstände
NA