Biografie
Vittorio Alfieri wurde am 16. Januar 1749 in Asti, Italien, als Sohn einer Adelsfamilie geboren. Der Schriftsteller, dessen voller Name Vittorio Amedeo Alfieri lautet, ist der Neffe des berühmten Architekten Benedetto Alfieri.
In jungen Jahren verlor Alfieri seinen Vater und wurde von seiner Mutter erzogen. Seine Ausbildung begann an der Militärakademie in Turin, doch 1766, ohne sein Studium abzuschließen, verließ er die Akademie, um in die Armee einzutreten. Da ihm das Soldatenleben nicht zusagte, beschloss er, Europa zu bereisen.
In Frankreich wurde er von Denkern wie Voltaire, Jean Jacques Rousseau und Montesquieu beeinflusst. 1772 trat er aus der Armee aus und kehrte nach Italien zurück, wo er sich der Literatur zuwandte. Er begann, die klassische Literatur zu studieren und schrieb seine ersten Stücke.
Sein 1775 verfasstes Trauerspiel „Cleopatra“ wurde ein großer Erfolg und lenkte ihn in die Welt des Theaterdramaturgen. Zwischen 1776 und 1789 verfasste er 19 Tragödien, die sich gegen tyrannische Herrschaften wandten. Seine Werke thematisieren die Konflikte zwischen Helden, die für Freiheit kämpfen, und tyrannischen Regierenden.
Zunächst unterstützte er die Französische Revolution von 1789, änderte jedoch später seine Ansichten dazu. Am 8. Oktober 1803 verstarb er im Alter von 54 Jahren in Florenz.
Sein nach seinem Tod von seiner Frau errichtetes marmoriertes Grabmal gilt heute als ein großes Kunstwerk. Alfieri trug zur Gründung des nationalen Theaters in Italien bei und hat sich mit seinen Werken einen wichtigen Platz in der literarischen Welt erobert.