Biografie
W. T. Tutte wurde am 14.
Mai 1917 in der Stadt Newmarket, England, geboren und war ein Mathematiker sowie Kryptoanalytiker. Während des Zweiten Weltkriegs spielte er eine bedeutende Rolle bei der Entschlüsselung eines der größten Codes der Deutschen, was zum Sieg der Alliierten beitrug. Tutte, der für seine Erfolge im Krieg bekannt ist, hinterließ auch auf dem Gebiet der Kombinatorik und der Graphentheorie bedeutende Beiträge.
Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg schrieb er sich auf Empfehlung seiner Lehrer an der State School for Codes and Ciphers ein, die während des Krieges das Zentrum für die Verschlüsselungs- und Entschlüsselungsoperationen Englands war. Während seiner Zeit dort gelang es Tutte, den Code der als beste Verschlüsselungsmaschine der Deutschen geltenden Lorenz SZ 40/42 zu knacken und damit den Alliierten den Weg zum Kriegssieg zu ebnen. 1948 erwarb er seinen Doktortitel in Mathematik an der Universität Cambridge und arbeitete anschließend im Bletchley Park in Tunny.
Von 1948 bis 1962 war er als Dozent für Mathematik an der Universität Toronto tätig, bevor er 1962 nach Kanada zog, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1985 an der Universität Waterloo arbeitete. 1996 kehrte er in seine Heimatstadt Newmarket zurück, zog jedoch 2000 wieder nach Kanada. Tutte entwickelte seine mathematische Karriere in der Kombinatorik und insbesondere in der Graphentheorie weiter und trug zur Gründung des Fachbereichs Kombinatorik und Optimierung an der Universität Waterloo bei.
Im Jahr 2001 wurde er mit dem CRM-Fields-PIMS Preis ausgezeichnet und verstarb am 2. Mai 2002 in Kanada.