Biografie
Werner von Siemens wurde am 13. Dezember 1816 in Lenthe, in der Nähe von Hannover, Deutschland, geboren. Er war das vierte von insgesamt vierzehn Kindern der Familie Siemens, deren Vater Christian Ferdinand Siemens und Mutter Eleonore Deichmann waren.
Nach dem Beginn seiner Ausbildung in Lenthe setzte er diese an der Ingenieurschule für Artillerie in Magdeburg fort. Nach dem Tod seiner Mutter 1839 und seines Vaters 1840 übernahm er als ältester Sohn die Verantwortung für die Versorgung seiner Geschwister. Während seiner Dienstzeit in Magdeburg wurde er wegen eines Vergehens zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.
Im Gefängnis schuf er ein Laborumfeld und entwickelte neue Methoden auf dem Gebiet der Elektrotechnik. 1842 setzte er seinen Militärdienst in Berlin fort. 1841 wurde er der Artilleriewerkstatt in Berlin zugeteilt, wo er das Verfahren zur elektrochemischen Vergoldung und Versilberung entdeckte.
1847 gründete er zusammen mit seinem Freund Johann Georg Halske die „Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske“. Die Firma begann international mit dem Bau von Telegraphenleitungen. Er setzte seine Forschungen zu elektrischen Telegraphen und Unterseekabeln fort.
1866 entdeckte er den selbsttätig arbeitenden elektrischen Generator. Mit der Entwicklung der ersten elektrischen Lokomotive im Jahr 1879 legte er die weltweit erste Straßenbahnlinie. Für seine Beiträge zu technologischen Entwicklungen erhielt er den Titel eines Ehrendoktors der Universität Berlin.
1880 wurde ihm vom Staatsrat der Orden „Pour le Mérite“ verliehen. Am 6. Dezember 1892 verstarb er in Berlin im Alter von 76 Jahren an Lungenentzündung.
Während seiner Ehen heiratete er 1852 Mathilde Drumann und 1869 Antonie Siemens. Aus beiden Ehen hatte er insgesamt vier Kinder.