Biografie
Wilhelm Grimm wurde am 24. Februar 1786 in der Stadt Hanau im hessischen Landkreis Kassel geboren. Er verstarb am 16.
Dezember 1859 in Berlin im Alter von 73 Jahren. Als Schriftsteller, Linguist und Folkloreexperte ist Wilhelm Grimm vor allem gemeinsam mit seinem Bruder Jacob Grimm bekannt, mit dem er zahlreiche Werke verfasste, die unter dem Namen „Grimm Brüder“ bekannt sind. Doch Wilhelm Grimm hat auch unabhängig von seinem Bruder bedeutende folkloristische Werke geschrieben und sich einen respektablen Platz im Bereich der klassischen Linguistik erarbeitet.
Im Jahr 1925 heiratete Wilhelm Henriette Dorothe Wild, mit der er vier Kinder bekam. Gemeinsam mit Jacob Richter gründete er die Fachbereiche für deutsche Linguistik und Literatur und trug zur Schaffung eines umfassenden Deutschen Wörterbuchs bei. Von 1814 bis 1829 war er als Bibliothekar in Kassel tätig, bevor er an der Universität Göttingen als Bibliothekar arbeitete und 1835 den Titel eines Professors erlangte.
Zwischen 1837 und 1841 formierte er an der Universität Göttingen eine Gruppe namens „Göttinger Sieben“, um gegen König Ernst August zu protestieren. Diese Gruppe wurde von der Universität ausgeschlossen. Wilhelm Grimm erlangte durch die gemeinsamen Arbeiten mit seinem Bruder Jacob weltweite Bekanntheit und erregte auch mit seinen eigenen Schöpfungen großes Interesse in akademischen Kreisen.
Sein Grab befindet sich in der St. Matthäus-Kirche in Berlin.