Yahya Kemal Beyatlı

Dichter

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Biografie

Yahya Kemal Beyatlı gilt als einer der wichtigsten Dichter und Denker der türkischen Literatur. Sein Geburtsname war Ahmed Âgâh und er wurde am 2. Dezember 1884 in Üsküp geboren.

Sein Vater, İbrahim Naci Bey, stammte aus Niš und seine Mutter war die talentierte Dichterin Sabire Hanım. Seine Kindheit verbrachte er in der reichen kulturellen Atmosphäre des Osmanischen Reiches. Doch der frühe Verlust seiner Mutter und familiäre Probleme zwangen ihn dazu, in jungen Jahren schnell erwachsen zu werden.

Yahya Kemal begann seine Ausbildung in Üsküp und zog später nach Istanbul, um das Vefa-Gymnasium zu besuchen. In seinen Jugendjahren wuchs sein Interesse an der französischen Literatur und der westlichen Philosophie. Diese Neugier führte ihn 1903 nach Paris.

Dort belegte er an der Sorbonne Kurse in Politikwissenschaft und Geschichte, wodurch er die französische Literatur und die westliche Kultur intensiv kennenlernte. Seine Jahre in Paris wurden zu einem Wendepunkt in seinem intellektuellen und künstlerischen Leben. Während er die moderne Lyrik des Westens studierte, vertiefte sich auch sein Interesse an der osmanischen und türkischen Geschichte sowie Kultur.

Besonders von französischen Dichtern wie Charles Baudelaire und Théophile Gautier beeinflusst, schaffte er es, einen eigenen, unverwechselbaren Stil zu entwickeln. Yahya Kemal entdeckte den Wert der klassischen türkischen Poesie und der Volksliteratur neu und nahm eine ästhetische Haltung ein, die das Alte mit dem Neuen synthetisierte. In seinen Werken feiert er die Geschichte, Kultur und ästhetischen Werte des türkischen Volkes. In seinen Gedichten gewinnen Geschichte und Geografie, verbunden mit der Liebe zur Heimat, eine tiefere Bedeutung.

Er legte großen Wert auf Musik und Rhythmus in seiner Poesie und vertrat die Auffassung, dass „Kunst die Verschmelzung von Musik und Wort“ ist. Yahya Kemal war nicht nur ein Dichter, sondern auch ein Diplomat. 1923 kehrte er in die Türkei zurück und beteiligte sich aktiv am politischen Leben. Er war Teil der türkischen Delegation bei der Konferenz von Lausanne.

Später wurde er Abgeordneter und hatte in verschiedenen Ländern diplomatische Vertretungen. In diesen Positionen setzte er sich dafür ein, die kulturellen Werte des türkischen Volkes im Ausland zu fördern. Am 1.

November 1958 verstarb er in Istanbul. Sein Grab befindet sich auf dem Aşiyan-Friedhof im beschaulichen Stadtviertel Rumelihisarı in Istanbul. Yahya Kemal Beyatlı stellt einen Wendepunkt in der türkischen Poesie dar.

Er vereinte die schönsten Aspekte der klassischen türkischen Literatur mit der westlichen Lyrik und entwickelte einen nationalen literarischen Stil.

Todesumstände

Cerrahpaşa Tıp Fakültesi Hastanesi, İstanbul