Biografie
Yakup Kadri Karaosmanoğlu wurde am 27. März 1889 in Kairo geboren und zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern und Politikern der türkischen Literatur. Bis zu seinem Tod im Jahr 1974 hinterließ er ein umfangreiches literarisches Werk.
seine Schulausbildung begann er in einer französischen Schule in Ägypten, bevor er nach Istanbul zog und an der Rechtsfakultät der Universität Istanbul immatrikuliert wurde, die er jedoch nicht abschloss. Seine literarische Karriere begann Karaosmanoğlu, als er dem Fecr-i Ati-Kollektiv beitrat, wo er das Stück „Nirvana“ und verschiedene Artikel verfasste. 1916 reiste er aus gesundheitlichen Gründen in die Schweiz, wo er drei Jahre blieb.
Während des Ersten Weltkriegs wurde er von Ziya Gökalp beeinflusst und übernahm eine klare Sprache sowie die Strömungen der Nationalliteratur. In der Zeit des Waffenstillstands schrieb er für die Zeitung İkdam und trug somit zur Gesellschaft bei. 1921 wurde er nach Ankara gerufen und wirkte im Komitee „Tetkik-i Mezalim“, wo er zahlreiche Städte aufsuchte, um Untersuchungen durchzuführen. Nach der Ausrufung der Republik im Jahr 1923 wurde er in den Jahren 1931 und 1932 als Abgeordneter für Manisa und Mardin in die Nationalversammlung gewählt.
1932 gründete er die Zeitschrift „Kadro“, die jedoch nach ihrer Schließung nicht mehr weitergeführt wurde und er verschiedene diplomatische Ämter übernahm. Nach 1960 war er Mitglied der Gründungsgemeinschaft und war von 1961 bis 1965 Abgeordneter für Manisa. In seiner literarischen Laufbahn wurde er von der westlichen Literatur beeinflusst und behandelte die Ereignisse seiner Zeit in seinen Romanen aus einer historischen Perspektive. Bekannt wurde er mit Werken wie „Kiralık Konak“, „Sodom und Gomorrah“ und „Yaban“.
Karaosmanoğlu verstarb am 13. Dezember 1974 in Ankara und wurde auf dem Yahya Efendi Friedhof in Beşiktaş beigesetzt.