Biografie
Yekta Güngör Özden wurde am 5. Juni 1932 im Landkreis Niksar in Tokat geboren. Sein Vater war Lehrer, seine Mutter Hausfrau.
Nachdem er die Grund- und Hauptschule in seiner Heimatstadt Niksar abgeschlossen hatte, besuchte er die weiterführenden Schulen in Samsun, Tokat, Kayseri und Sivas. 1956 schloss er sein Studium an der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Ankara ab. Während seiner Studienzeit war er Mitglied des Vorstands der Studentenvertretung der Universität Ankara und Vorsitzender des Publikationsausschusses der Türkischen Nationalstudentenföderation.
Im Jahr 1953 war er an der Exhumierung von Atatürks provisorischem Grab aus dem Ethnografischen Museum beteiligt und leitete dort den Jugendwachdienst. Ab 1956 war er als Praktikant bei der Anwaltskammer Ankara tätig und übernahm 1965-1966 das Amt des Generalsekretärs sowie 1972-1974 das des Präsidenten. Er spielte eine aktive Rolle bei der Gründung der Türkischen Anwaltsvereinigung und war der erste Präsident der Türkischen Juristenvereinigung.
Am 11. Januar 1979 wurde er vom Senat der Republik in die Verfassungsgarantie als ordentliches Mitglied gewählt, 1988 zum stellvertretenden Vorsitzenden und 1991 sowie 1995 zum Präsidenten des Verfassungsgerichts ernannt. Am 1.
Januar 1998 trat er in den Ruhestand. Nach seiner Pensionierung wurde er zum Präsidenten der Atatürkistischen Denkfabrik gewählt und veröffentlichte zahlreiche Artikel und Gedichte in verschiedenen Zeitschriften. Seit 2010 unterrichtet er das Fach Verfassungsgerichtsbarkeit an der Fakultät für Rechtswissenschaft der Ufuk-Universität.
Yekta Güngör Özden hat eine Tochter, die Psychologin ist, und einen Sohn, der Facharzt ist. Zu seinen schriftstellerischen Werken zählen 10 Lieder, 2 Märsche und 1 Sinfonie.