Biografie
Yunus Nadi Abalıoğlu wurde am 1. Juli 1879 im Dorf Seydiler, Fethiye, Muğla geboren und verstarb am 28. Juni 1945 in Genf, Schweiz.
Mit 66 Jahren starb Yunus Nadi, der als Journalist und Politiker bekannt ist. Er war Gründer und Chefredakteur der Cumhuriyet Gazetesi. Seine schulische Ausbildung begann er in Rodos, wo er die Süleymaniye Medresesi abschloss.
Anschließend setzte er seine Ausbildung an der Galatasaray-Lyzeum und der juristischen Fakultät in Istanbul fort. Seine journalistische Karriere begann er mit Beiträgen für die Malumat-Zeitschrift und arbeitete während der Regierung von Abdülhamit II. bei der Malümat-Zeitung.
Im Jahr 1901 wurde er aufgrund der Gründung einer Vereinigung gegen Abdülhamit II. verhaftet und zu drei Jahren Haft im Midilli-Kale verurteilt. 1908 trat er der İttihat ve Terakki Cemiyeti bei und kehrte mit der Verkündung der Meşrutiyet nach Istanbul zurück.
1910 ging er nach Selanik und wurde Chefredakteur der Rumeli Gazetesi. Während des Balkankriegs kehrte er nach Istanbul zurück und wurde als Abgeordneter von Aydın im Osmanischen Parlament (Meclis-i Mebusanı) aktiv. 1918 gründete er die Yenigün-Zeitung in Istanbul und wurde 1920 als Abgeordneter für İzmir in die Türkische Große Nationalversammlung (TBMM) gewählt.
1924 gründete er die Cumhuriyet Gazetesi und blieb bis zu seinem Tod Chefredakteur. Im Jahr 1921 gehörte er zu den Delegierten, die die Nationale Regierung auf der Londoner Konferenz vertraten, und pflegte enge Beziehungen zu Mustafa Kemal Atatürk. Am 6.
April 1920 war er an der Gründung der Anadolu Ajansı beteiligt und trug zur Verbreitung des Nationalen Kampfes bei. Nach der Proklamation der Republik kehrte er nach Istanbul zurück, um die Cumhuriyet Gazetesi zu veröffentlichen, und setzte seine Chefredaktion bis 1936 fort. Während seines gesamten Lebens arbeitete er unermüdlich in der Presse-, Politik- und Denkwelt.
Zu seinem Andenken werden jährlich Auszeichnungen verliehen.