Yusuf Atılgan

Schriftsteller
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Biografie

Yusuf Atılgan wurde am 27. Juni 1921 in Manisa, Türkei, geboren und verstarb am 9. Oktober 1989 in Istanbul, Türkei, an den Folgen eines Herzinfarkts.

Mit 68 Jahren starb Atılgan und zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der türkischen Literatur. Besonders durch seinen Roman „Aylak Adam“, in dem er meisterhaft die Themen Entfremdung und Einsamkeit behandelt, wird er als einer der Pioniere der modernen Literatur angesehen. Im Jahr 1945 begann er an der Maltepe Militärschule als Literaturlehrer zu arbeiten, wurde jedoch während seiner Studienzeit wegen seiner Verbindungen zur Kommunistischen Partei zu zehn Monaten Haft verurteilt.

Nach seiner Strafe zog er in ein Dorf bei Manisa, wo er das Leben eines Landwirts führte. In Hacırahmanlı spielte er eine aktive Rolle bei der Gründung eines Sportvereins und kehrte 1976 nach Istanbul zurück. Nach seiner Rückkehr arbeitete er bei Milliyet Yayınları und Can Yayınları als Berater und Redakteur.

Atılgan hat der türkischen Literatur zahlreiche wichtige Werke hinterlassen, darunter Romane wie „Aylak Adam“ (1959), „Anayurt Oteli“ (1973) und „Canistan“ (2000) sowie Erzählbände wie „Bodur Minareden Öte“ (1960) und „Eylemci“ (1992). Seine Erzählung „Anayurt Oteli“ wurde 1987 von Ömer Kavur verfilmt. Atılgan verfasste einige seiner Texte unter den Pseudonymen „Nevzat Çorum“ und „Ziya Atılgan“.

1946 heiratete er zum ersten Mal in Manisa, ließ sich jedoch später scheiden und heiratete nach seiner Ansiedlung in Istanbul die Schauspielerin Serpil Gence, mit der er ein Kind hatte. Nach seinem Tod wurde in Hacırahmanlı die „Yusuf Atılgan Halk Kitaplığı“ gegründet, und die ihm gewidmeten Schriften wurden in dem Buch „Yusuf Atılgan’a Armağan“ (1992) gesammelt.