Biografie
Zülfikar Ali Butto wurde am 5. Januar 1928 in Larkana, einer Stadt in der Provinz Sindh, die damals eine Kolonie Großbritanniens war, geboren. Er entstammte einer wohlhabenden Maharaja-Familie und begann 1958 seine politische Karriere als Minister für Handel in der Regierung von Iskander Mirza.
Nach dem Putsch des Generalstabschefs Muhammad Ayub Khan setzte Butto seine Ministertätigkeit fort und übernahm später das Amt des Außenministers. In den Jahren 1963 bis 1966 etablierte er enge Beziehungen zu Russland und China und wandte sich von westlichen Einflüssen ab. Aufgrund seiner kriegsbefürwortenden Haltung im Konflikt mit Indien wurde er jedoch seines Amts enthoben.
1967 gründete er die Pakistanische Volkspartei und beschuldigte Ayub Khan, eine Diktatur zu instaurieren. 1968 wurde er zusammen mit Oppositionsführern inhaftiert, bevor er 1969 nach seiner Freilassung zum stellvertretenden Premierminister und Außenminister ernannt wurde. Die allgemeinen Wahlen von 1970 führten aufgrund eines Machtvakuums zu Unruhen im Land, was zur Unabhängigkeit von Ost-Pakistan und zur Gründung von Bangladesch führte.
1971 übernahm Butto nach der Festnahme von Yahya Khan die Regierung und erkannte Bangladesch 1974 offiziell an. Bei den Wahlen 1977 erlangte seine Partei die alleinige Macht, doch es kam zu Unruhen aufgrund von Betrugsanschuldigungen der Opposition. Am 5.
Juli 1977 übernahm General Muhammad Zia-ul-Haq die Kontrolle und Butto wurde verhaftet. 1978 wurde er wegen der Ermordung eines oppositionellen Abgeordneten angeklagt und 1979 zum Tode verurteilt. Am 4.
April 1979 wurde er in Rawalpindi hingerichtet. Zülfikar Ali Butto heiratete 1951 Nusrat (Ispahnie) Bhutto und hatte zwei Töchter sowie zwei Söhne. Seine Tochter Benazir Butto amtierte zweimal als Premierministerin und wurde 2007 im Zuge eines Attentats getötet.