Biografie
Jabir ibn Hayyan wurde im Jahr 721 in der Stadt Tus in der Region Choresmien, im heutigen Iran, geboren. Sein Vater war Chemiker und Apotheker, was Jabir dazu veranlasste, ein tiefes Wissen über die heilenden Eigenschaften von Pflanzen zu erlangen. Nach dem Tod seines Vaters wanderte er in die Stadt Kufa im Irak und wurde dort Schüler des bedeutenden Wissenschaftlers Dschafar as-Sadiq.
Nach Abschluss seiner Ausbildung zog er nach Bagdad, wo er im Palast des abbasidischen Kalifen Harun ar-Raschid wissenschaftliche Arbeiten durchführte. Jabir erzielte viele bedeutende Fortschritte im Bereich der Chemie und entwickelte Verfahren zur Raffinierung von Salpetersäure, Salzsäure und Schwefelsäure. Zudem gründete er das erste Chemielabor und erfand zahlreiche Laborinstrumente.
Neben der Chemie hinterließ er über 400 Werke in verschiedenen Bereichen wie Pharmazie, Metallurgie, Astrologie, Philosophie und Physik. Allerdings sind heute nur etwa 20 seiner Schriften erhalten. Sein im 12.
Jahrhundert ins Lateinische übersetztes Werk „Kitab al-Kimya“ gilt als Ursprung der Begriffe Alchemie und Chemie. Jabir legte die Grundlagen der modernen Chemie, indem er bewies, dass Alchemie nicht real ist und diese Stoffe kein Gold erzeugen können. Nach seiner Rückkehr nach Kufa im Jahr 803 verbrachte er den Rest seines Lebens mit wissenschaftlichen Arbeiten und verstarb 815 im Alter von 94 Jahren in Kufa.
Familie
Beziehungsstatus
Todesumstände
Kufe, Irak