Biografie
Hipparkos war ein griechischer Mathematiker, Astronom und Geograph, der im Jahr 120 v. Chr. auf der Insel Rhodos starb.
Er wurde in der Region Nicaea, dem heutigen İznik, geboren und gilt als der Entdecker der ersten systematischen Astronomie sowie der Trigonometrie. Hipparkos, der in der hellenistischen Zeit lebte, wird als Begründer der Trigonometrie angesehen. Von seiner Sternwarte auf Rhodos aus beobachtete er die Positionen von Himmelskörpern und erstellte einen Katalog mit 850 Sternen, der Informationen über deren Namen, Positionen und Helligkeiten enthält.
Durch seine teleskoplosen Beobachtungen erzielte Hipparkos die genauesten Ergebnisse, und indem er seinen Katalog mit zuvor erstellten Katalogen verglich, entdeckte er eine systematische Verschiebung in den Koordinaten der Sterne. Er stellte die Hypothese auf, dass diese Verschiebung auf die Präzession der Erde zurückzuführen sei. Zudem maß Hipparkos den Epsilon-Winkel zwischen dem Äquator und der Ekliptik und fand einen Wert von 23° 21'.
Darüber hinaus berechnete er die Entfernungen von Sonne und Mond und entwickelte eine Methode zur Bestimmung der Position eines Punktes auf der Erde anhand von Breiten- und Längenkreisen. Im Jahr 129 v. Chr.
beobachtete er die Veränderungen in der Helligkeit der Planeten und führte diese auf die Verschiebung der Erde vom Zentrum des Universums zurück. Mit seiner bedeutendsten Entdeckung, der 'Präzession', legte er die Veränderungen in den Positionen der Frühlings- und Herbst-Tagundnachtgleichen am nördlichen Himmel frei.