Biografie
Eudoxus von Knidos wurde 408 v. Chr. in Knidos geboren und verstarb 355 v.
Chr. In seiner Jugend lebte er unter großen Schwierigkeiten, leistete jedoch bedeutende Beiträge zur Mathematik und brachte die griechische Mathematik zu neuen Höhen. Während seines Aufenthalts in Ägypten hielt er sich an die Traditionen und rasierte seinen Bart sowie seine Augenbrauen, um seinen Lebensunterhalt durch das Unterrichten zu sichern.
Nach seiner Rückkehr nach Athen veranstaltete sein Lehrer Platon zu seinen Ehren ein Festmahl. Bei seiner Rückkehr nach Knidos wurde Eudoxus von seinen Landsleuten mit großem Respekt empfangen. Er führte auch bedeutende Forschungen im Bereich der Astronomie durch und galt als mehrere Jahrhunderte seiner Zeit voraus.
Eudoxus erweiterte das Zahlkonzept, indem er die Existenz irrationaler Zahlen akzeptierte und entwickelte wichtige Theorien in diesem Bereich. Er entdeckte den Goldenen Schnitt, dem eine besondere Schönheit und Heiligkeit zugeschrieben wurde. Seine von ihm entwickelte Verbrauchsmethode für die Berechnung von Flächen und Volumen unter der Anwendung von Kurven gilt als Grundlage der Integralrechnung.
Eudoxus erklärte die Bewegungen der Planeten und war der erste Wissenschaftler, der eine Sonnenuhr erfand. Zudem bewies er, dass die Flächen von Kreisen im Verhältnis zu den Quadraten ihrer Durchmesser stehen. Mit seinem System der konzentrischen Sphären gilt Eudoxus als Vorreiter der wissenschaftlichen Astronomie.
Er sammelte Informationen von den Priestern von Heliopolis in Ägypten und führte dort Beobachtungen durch. Außerdem ist bekannt, dass er in Knidos ein Observatorium gründete und Beobachtungen anstellte.