Biografie
Prosper Merimée wurde am 28. September 1803 in Paris, Frankreich, geboren. Er ist vor allem durch seinen Roman „Carmen“ bekannt und wird als ein bedeutendes Beispiel für den Übergang von der Romantik zum Realismus in der französischen Literatur angesehen.
Merimées Eltern waren talentierte Maler. Nach seiner Schulbildung am Lycée Henri IV in Paris begann er 1820 ein Jurastudium an der Universität Sorbonne. In dieser Zeit knüpfte er Kontakte zu literarischen Kreisen, darunter eine Freundschaft mit dem 20 Jahre älteren Schriftsteller Stendhal.
Neben seinem Jurastudium erlernte Merimée auch Englisch, Spanisch, Griechisch und Russisch. Seine literarische Karriere begann er mit der Veröffentlichung von Theaterstücken und Geschichten in Zeitschriften wie „La Revue des Deux Mondes“ und „La Revue de Paris“. 1829 veröffentlichte er seinen historischen Roman „Die blutige Herrschaft Karls IX.“.
Im Jahr 1833 wurde er zum Generalinspektor der historischen Denkmäler ernannt und leistete bedeutende Beiträge zum Schutz der historischen Gebäude Frankreichs. Zwischen 1840 und 1841 reiste Merimée nach Italien, Griechenland und in die Türkei und spiegelte seine Beobachtungen in seinen literarischen Werken wider. Von 1834 bis 1860 war er als Inspektor für französische Kunstwerke tätig.
Nach 1860 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand, und am 23. September 1870 verstarb er im Alter von 67 Jahren in Cannes, Frankreich.