Biografie
Tomas Garrigue Masaryk wurde am 7. März 1850 in Hodonín, Tschechoslowakei, geboren. Sein Vater war ein slowakischer Wagner, seine Mutter stammte aus einer deutschsprachigen mährischen Familie und arbeitete als Dienerin.
Nach dem Abschluss der Lehrerschule ließ er sich, aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten seiner Familie, zum Schlosser ausbilden. 1865 trat er in die deutsche Hochschule in Brünn ein und absolvierte 1872 sein Philosophiestudium an der Universität Wien. 1876 promovierte er mit einer Dissertation über Platon.
Im Jahr 1878 heiratete er die amerikanische Musikstudentin Charlotte Garrigue und nahm ihren Nachnamen als zweiten Vornamen an. 1879 begann er, Philosophievorlesungen in Wien zu halten. 1881 erschien sein erstes bedeutendes Buch „Der Selbstmord als soziale Massenerscheinung der modernen Zivilisation“, und er wurde zum Professor für Philosophie an der neu gegründeten Tschechischen Universität in Prag ernannt.
1889 wandte er sich der Politik zu und wurde 1891 in den österreichischen Staatrat gewählt. 1900 gründete er die Realistische Partei. Während des Ersten Weltkriegs floh er aus Österreich und begann, sich für die Unabhängigkeit der Tschechoslowakei einzusetzen.
Am 14. November 1918 wurde er der erste Präsident der Tschechoslowakei und blieb bis 1935 im Amt. Am 14.
Dezember 1935 trat Masaryk zurück und verstarb am 14. September 1937 im Alter von 87 Jahren in Lány, Tschechoslowakei.